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Mottenschutz: Diese Mittel sind auch gefährlich für Menschen

Von t-online, agr

Aktualisiert am 27.02.2020Lesedauer: 2 Min.
Mottenloch: Die Schädlinge ernähren sich von tierischem Protein.
Mottenloch: Die Schädlinge ernähren sich von tierischem Protein. (Quelle: Tatiana Gorbunova/getty-images-bilder)
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Klebestreifen, Duftbeutel, Sprays: Sie können zahlreiche Mittel gegen Kleidermotten kaufen. Doch "Öko-Test" zeigt nun: Einige der Produkte sind nicht nur für die lästigen Tierchen schädlich.

Sie machen weder vorm selbstgestrickten Pulli noch vor dem teuren Kaschmirpullover halt: Die Larven der Kleidermotte fressen sich durch alle Wollstoffe. Sie ernähren sich dabei vom Protein Keratin, das in Tierhaaren enthalten ist. Zurück bleiben Löcher in den Textilien. Mittel gegen Kleidermotten sollen dagegen helfen.

"Ă–ko-Test" hat sich 21 der Produkte angesehen. Darunter waren:

  • sieben Klebefallen,
  • sechs Vergrämungsmittel, sogenannte Repellentien und
  • acht Produkte, die die Schädlinge mit Insektiziden vernichten sollen.

Lockstoffe und Vergrämungsmittel

Die drei Arten von Mitteln funktionieren dabei auf unterschiedliche Weisen. Die Klebefallen locken etwa männliche Kleidermotten mit Pheromonen an. Sie dienen daher eher dem Nachweis, ob überhaupt ein Schädlingsbefall vorliegt. Alle getesteten Produkte sind "sehr gut", das günstigste war das "Profissimo Kleidermotten-Falle, Lockstoff-Klebefalle" von Dm für 3,95 Euro.

Vergrämungsmittel beugen Mottenbefall mit ätherischen Ölen vor. Der Duft von Lavendel, Zeder, Zirbe, Neem oder Geraniol soll die Schädlinge fernhalten. Doch die Experten weisen darauf hin, dass die Mittel nur bei 70 bis 80 Prozent der Motten wirken. Auch hier bewertet "Öko-Test" alle Mittel als "sehr gut". Die "Nexa Lotte Cedarholz-Ringe" von Evergreen Garden Care sind mit einem Preis von 2,95 Euro die günstigsten Repellentien.

Gefährliche Insektizide

Von den acht Insektizid-Mitteln sind sieben mangelhaft. Das liegt an den Inhaltsstoffen: Der Hauptwirkstoff Transfluthrin und die beiden Stoffe Prallethrin und Tetramethrin zählen zum synthetischen Insektengift der Pyrethroiden. Doch die Stoffe sind auch für den Menschen gefährlich. Zu den Vergiftungssymptomen gehören Kopfschmerzen, Augenreizungen und sogar depressive Verstimmungen. Die Europäische Chemikalienagentur prüft gerade, ob Transfluthrin als vermutlich krebserzeugend eingestuft werden soll.

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Unter den "mangelhaften" Produkten ist das "Profissimo Mottenschutz-Papier". Das Mittel ist mit einem Preis von 0,95 Euro das günstigste des Tests, enthält aber sowohl Transfluthrin als auch Prallethrin.

"Rubin Mottenschutzsäckchen" (2,49 Euro) von Rossman fällt sogar durch den Test. Das Mottenmittel enhält Transfluthrin und Tetramethrin, wirbt aber auf der Produktverpackung mit "natürlichem Lavendelöl". Außerdem ist die Dosis des Gifts ungenau angegeben. Beide Punkte verstoßen gegen die europäische Biozidverordnung.

Generell empfiehlt "Öko-Test", Wollsachen nur gereinigt zu lagern. Hautschuppen und Schweiß kann sonst Motten anlocken. Außerdem sollten sie die Kleidungsstücke immer wieder lüften und in die Sonne legen. Zeigt ein Pullover dennoch Mottenlöcher, raten die Experten dazu, ihn wegzuwerfen.

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