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Beziehungsexperten bestätigen: Besserer Sex dank Corona-Pandemie

Beziehungsexperten bestätigen  

Studie belegt: Besserer Sex dank Corona

05.02.2021, 07:58 Uhr | dpa, jb

Beziehungsexperten bestätigen: Besserer Sex dank Corona-Pandemie. Studien: Besserer Sex dank Corona (Quelle: dpa/Christophe Gateau)

Liebe: Viele Paare nervt es nicht, dass sie durch den Lockdown nun mehr Zeit zu zweit verbringen. (Quelle: Christophe Gateau/dpa)

Wer in der Corona-Krise den ganzen Tag mit seinem Partner im Homeoffice sitzt – am besten noch in Jogginghose – der hat weniger Sex? Könnte man meinen. Doch die Realität scheint anders auszusehen.

Die Corona-Krise ist nach Ansicht von Beziehungsexperten keine schlechte Zeit für Sex in der Partnerschaft – ganz im Gegenteil. Das geht aus zwei noch unveröffentlichten Studien des Hamburger Universitätsklinikums Eppendorf (UKE) und der Hochschule Merseburg hervor, deren erste Ergebnisse der Deutschen Presse-Agentur (dpa) vorliegen.

Pandemie verschlechtert Beziehungen nicht

In der Umfrage aus Merseburg gaben nach Angaben von Studienleiter Heinz-Jürgen Voß, Professor für Sexualwissenschaft und Sexuelle Bildung, 72 Prozent der befragten Männer in einer Partnerschaft an, ihre partnerschaftliche Situation habe sich durch Corona nicht verschlechtert, für 16 Prozent war sie sogar besser geworden. Nur zwölf Prozent hielten die Situation für schlechter als vor dem Lockdown. Von den Frauen in einer Partnerschaft nahmen sogar 30 Prozent eine Verbesserung wahr, für 58 Prozent war die partnerschaftliche Situation unverändert, für zwölf Prozent schlechter.

Die Befragung im Auftrag des Ministeriums für Inneres und Sport Sachsen-Anhalt könne im statistischen Sinne zwar nicht als repräsentativ für die gesamte Bevölkerung Deutschlands gelten. "Aber wichtige Anhaltspunkte kann sie geben", betonte Voß.

Keine Verschlechterung des Sexverhaltens

Zu ganz ähnlichen Ergebnissen kommt auch die internationale Studie des Instituts für Sexualforschung am UKE. "Die Hälfte der Befragten erlebte keine Veränderung in der partnerschaftlichen Sexualität, von der Hälfte, bei der es Veränderungen gab, nannten etwas mehr Befragte positive Veränderungen", sagte die Leiterin des deutschen Teils der Studie, Johanna Schröder, der dpa. Demnach gab es im Vorjahresvergleich kaum Veränderungen. In der UKE-Studie "Gesundheit und Sexualität in Deutschland" (GeSiD) von 2020, die 2018 bis 2019 durchgeführt wurde – gab der Großteil der Paare an, in ihrer partnerschaftlichen und sexuellen Beziehung zufrieden zu sein. 

Die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Beziehung ist jedoch von Land zu Land verschieden. So zeigt eine Studie aus Italien, dass sich der dortige Lockdown negativ auf die Beziehung und das Sexverhalten auswirkt. In Großbritannien hingegen gaben Befragte an, in ihrer Beziehung durch den Lockdown wesentlich offener mit Sexthemen umzugehen.

Verwendete Quellen:

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