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Das ist der Anglizismus des Jahres

Von dpa
Aktualisiert am 01.02.2022Lesedauer: 3 Min.
Corona: Die Corona-Krise hatte bereits die "Anglizismus des Jahres"-K├╝r f├╝r das Jahr 2020 gepr├Ągt.
Corona: Die Corona-Krise hatte bereits die "Anglizismus des Jahres"-K├╝r f├╝r das Jahr 2020 gepr├Ągt. (Quelle: Bernd Wei├čbrod/dpa)
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Manche st├Âren sich am vielen Englisch im Deutschen, andere sehen es als Bereicherung. Eine Wissenschaftsjury lobt nun erneut einen in der Corona-Krise gepr├Ągten Anglizismus.

Das Verb "boostern" ist zum Anglizismus des Jahres 2021 gek├╝rt worden. Die Jury um den Sprachwissenschaftler Prof. Anatol Stefanowitsch von der Freien Universit├Ąt Berlin lobte die Schnelligkeit, mit der es eine L├╝cke im Wortschatz gef├╝llt habe, und die Leichtigkeit, mit der das Wort im grammatischen System des Deutschen seinen Platz finde.


Omikron-Variante: Was wir bisher wissen

Seit November 2021 ist die Omikron-Virus-Variante bekannt. Erstmals nachgewiesen wurde sie in S├╝dafrika. Mittlerweile dominiert Omikron das Pandemiegeschehen weltweit.
Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat Omikron als "besorgniserregend" eingestuft. Diese Klassifizierung ist ein Signal, dass eine Variante ansteckender ist oder zu schwereren Krankheitsverl├Ąufen f├╝hrt. Au├čerdem besteht bei "besorgniserregenden Varianten" die Gefahr, dass herk├Âmmliche Impfungen oder Medikamente weniger wirksam sind.
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"Positiver Beitrag des Englischen zur Entwicklung des deutschen Wortschatzes"

Das Verb "boostern" bezeichnet im Deutschen das Auffrischen einer Corona-Schutzimpfung. Dabei unterscheide es sich in mehrfacher Hinsicht von der im Deutschen bereits vorhandenen Formulierung "eine Auffrischungsimpfung geben/erhalten", teilte die Initiative "Anglizismus des Jahres" am Dienstag mit. Sie w├╝rdigt seit 2010 j├Ąhrlich den ihrer Ansicht nach "positiven Beitrag des Englischen zur Entwicklung des deutschen Wortschatzes".

Erstens beziehe sich "boostern" im Unterschied zu "eine Auffrischungsimpfung geben/erhalten" speziell auf Impfungen gegen das Coronavirus Sars-CoV-2 und erm├Âgliche in der Pandemie eine knappe und trotzdem eindeutige Kommunikation. "Zweitens liegt die Betonung bei boostern auf der Verg├Ąnglichkeit des Impfschutzes ÔÇô geboostert sind wir nur, solange die Schutzwirkung der Auffrischungsimpfung noch ausreichend hoch ist", erl├Ąuterte die Initiative. "Drittens hat das Wort einen optimistischen und dynamischen Beiklang, an den die Auffrischung einfach nicht heranreicht."

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Deutsche Eigenkreation

Anders als das aus dem Englischen entlehnte Substantiv "Booster" sei das Verb "boostern" wahrscheinlich eine deutsche Eigenkreation, erkl├Ąrte die Initiative. Das Substantiv "booster shot" f├╝r "Verst├Ąrker-Impfung" tauche im Englischen schon Mitte der 1940er Jahre auf, die verk├╝rzte Form "booster" in den 60er Jahren. Das dazu geh├Ârende Verb sei aber "to boost". Zwar gebe es eine Nebenform "to booster" ÔÇô sie sei aber vor Januar 2022 verschwindend selten vorgekommen und k├Ânne somit nicht Vorbild f├╝r das deutsche "boostern" gewesen sein.

"Seit Anfang Januar findet sich auch das Verb "to booster" h├Ąufiger im Englischen ÔÇô die deutsche Sprachgemeinschaft hat hier also deutlich vor der englischen Sprachgemeinschaft ein Potenzial des Englischen erkannt und f├╝r sich genutzt", stellt die Jury heraus.

"Jetzt boostern lassen": Das Verb "boostern" ist zum Anglizismus des Jahres 2021 gek├╝rt worden.
"Jetzt boostern lassen": Das Verb "boostern" ist zum Anglizismus des Jahres 2021 gek├╝rt worden. (Quelle: Federico Gambarini/dpa-bilder)

Die Corona-Krise hatte bereits die "Anglizismus des Jahres"-K├╝r f├╝r das Jahr 2020 gepr├Ągt. Die Wahl fiel damals auf den f├╝r Schlie├čungen ├╝blich gewordenen Begriff "Lockdown". Die Sprachinitiative um Stefanowitsch w├╝rdigt seit 2010 j├Ąhrlich den ihrer Ansicht nach "positiven Beitrag des Englischen zur Entwicklung des deutschen Wortschatzes".

F├╝r das Jahr 2019 hatte sich die Jury f├╝r den Ausdruck "... for future" (wie bei "Fridays for Future") entschieden. Davor ging der Titel etwa an "Gendersternchen" (2018), "Fake News" (2016) oder "Shitstorm" (2011).

Anglizismus des Jahrzehnts

Der Wortschatz des Deutschen habe sich im Zuge der Corona-Pandemie "mit einer nur selten zu beobachtenden Geschwindigkeit erweitert", hei├čt es von der Initiative. Diese Tendenz habe sich fortgesetzt. In die engere Auswahl und somit auf die Shortlist h├Ątten es neben dem Sieger "boostern" diesmal auch die W├Ârter "Long Covid" und "QR-Code" geschafft.

Als Bezeichnung f├╝r "die in absehbarer Zukunft wahrscheinlich gesellschaftlich wichtigste chronische Krankheit" habe "Long Covid" gute Aussichten, sogar Anglizismus des Jahrzehnts zu werden, teilte die Sprachinitiative mit.

Dar├╝ber hinaus seien noch zwei W├Ârter ohne Corona-Bezug auf der Shortlist gewesen: "cringe" und "woke". Das Adjektiv "woke" stamme urspr├╝nglich aus der schwarzen US-B├╝rgerrechtsbewegung der 1960er Jahre und sei verwendet worden, um Menschen zu bezeichnen, die rassistische gesellschaftliche Strukturen erkannt hatten ÔÇô oft in der Aufforderung "Stay woke!" (zu Deutsch: "Bleib wach!").

Im Zuge der Black-Lives-Matter-Bewegung sei es "vom konservativen Feuilleton in Deutschland und anderswo als Synonym f├╝r den in die Jahre gekommenen Kampfbegriff politically correct entdeckt" worden.

Das Adjektiv "woke" werde nun vorrangig als Fremdbeschreibung verwendet, "um sich ├╝ber Menschen lustig zu machen, die auf gesellschaftliche Missst├Ąnde hinweisen", erl├Ąutert die Initiative. "Cringe" bezeichne ein intensives Gef├╝hl der Fremdscham. Bei der vom Langenscheidt-Verlag veranstalteten Wahl zum "Jugendwort des Jahres 2021" hatte der Begriff "cringe" ÔÇô anders als nun bei der Anglizismus-K├╝r ÔÇô sogar gewonnen.

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