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Divorce Day: Der erste Montag 2022 ist eine Gefahr für Ihre Ehe


Darum ist der heutige Tag gefährlich für Ihre Ehe

  • Jennifer Buchholz
Von Jennifer Buchholz

Aktualisiert am 03.01.2022Lesedauer: 2 Min.
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Divorce Day: Die Feiertage können eine Beziehung belasten. (Symbolbild)
Divorce Day: Die Feiertage können eine Beziehung belasten. (Symbolbild) (Quelle: PeopleImages/getty-images-bilder)
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Zu Neujahr werden viele Vorsätze gefasst: abnehmen, mit dem Rauchen aufhören oder sich mehr bewegen. Einige Frauen und Männer gehen zum Jahresbeginn mit ihren Veränderungen noch einen großen Schritt weiter.

Das Wichtigste im Überblick


  • Das "verflixte 7. Jahr"?
  • Gründe für eine Scheidung
  • Die Scheidungshochburg Deutschlands
  • Kann eine Affäre die Ehe retten?

Im neuen Jahr wird alles anders. Manche Paare nehmen diesen Satz scheinbar zu wörtlich und räumen nicht nur in ihrer Wohnung, sondern auch in ihrem Liebesleben auf. So gilt der erste Montag im neuen Jahr als "Divorce Day" – also als ein Tag, an dem statistisch gesehen die meisten Scheidungen eingereicht werden. Zugleich ist dieser erste Montag des Jahres für viele der erste Arbeitstag im neuen Jahr – so auch für Anwälte – und folglich für zerstrittene und leidgeprüfte Paare die erste Möglichkeit, nach den Feiertagen auch ganz offiziell das Eheaus einzuläuten.

Das "verflixte 7. Jahr"?

Selten handelt es sich bei der Scheidung um eine spontane Aktion. 2020 beschlossen die meisten Paare erst nach über 26 Jahren Ehe, sich zu trennen. Ebenso kritisch sind das fünfte und das sechste Ehejahr, so die aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamts. Das sogenannte "verflixte 7. Jahr" landet auf Platz vier der häufigsten Scheidungszeitpunkte.

Gründe für eine Scheidung

Eine wirklich aussagekräftige Statistik zu den Trennungsgründen gibt es nicht. Zwar haben amerikanische Wissenschaftler 2013 versucht, den Ursachen auf den Grund zu gehen, allerdings befragten sie dafür lediglich 52 Personen. Diese – seit 14 Jahren verheirateten – Männer und Frauen antworteten wie folgt:

  1. Fehlendes Engagement
  2. Untreue oder außereheliche Affären
  3. Zu viele Konflikte und Streit
  4. Zu jung geheiratet
  5. Finanzielle Probleme

Weitere genannte Scheidungsgründe waren Alkohol- und Drogenmissbrauch, häusliche Gewalt sowie Probleme mit der Gesundheit.

Die Antworten sind aufgrund der geringen Teilnehmerzahl jedoch nur wenig aussagekräftig. So können sich Paare beispielsweise auch auseinandergelebt oder neue, nicht übereinstimmende Lebensziele haben und wollen sich daher scheiden lassen.

Da seit 1977 der Grund für eine Scheidung nicht mehr angegeben werden muss, sind die wirklichen Ursachen eher Spekulation. Bei laufenden Scheidungsverfahren fließen teilweise viele Emotionen mit ein, sodass die Gründe und Argumente für eine Trennung subjektiv stark beeinflusst sein könnten.

Lediglich bei Härtefällen – also bei physischer und psychischer Gewalt – muss der Grund angegeben werden. Denn in diesen Situationen kann auf das Trennungsjahr verzichtet werden.

Die Scheidungshochburg Deutschlands

Hingegen bekannt und nachweisbar ist, in welcher Stadt die meisten Ehen geschieden wurden: und zwar in Emden. Hier reichten im Jahr 2020 durchschnittlich acht von zehn Paaren ihre Scheidung ein. Auf Platz zwei landen Krefeld und Ludwigshafen, gefolgt von Leverkusen und Hannover.

Kann eine Affäre die Ehe retten?

Ein Seitensprung ist ein möglicher Grund, weshalb Frauen und Männer eine Scheidung in Erwägung ziehen. Laut einer Umfrage des Datingportals Ashley Madison unter 2.117 Mitgliedern kann sie zumindest bei dem Fremdgänger aber auch dazu beitragen, dass die eigene Ehe wieder in einem positiven Licht gesehen wird. So gab fast jeder Fünfte (17 Prozent) an, nach dem Seitensprung nicht mehr darüber nachzudenken, sich zu trennen oder scheiden zu lassen.

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Verwendete Quellen
  • Statistisches Bundesamt "Ehescheidungen: Deutschland, Jahre, Ehedauer"
  • Statistisches Bundesamt Pressemitteilung
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