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Die Exoten der Baselworld 2014

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Uhren nicht von dieser Welt

18.03.2014, 08:25 Uhr | Frank Lansky, wanted.de

Die Exoten der Baselworld 2014. Sie sehen, dass Sie nichts sehen - die H3 Sculptura von Beat Haldimann. (Quelle: Hersteller/Swisstime.ch)

Sie sehen, dass Sie nichts sehen - die H3 Sculptura von Beat Haldimann. (Quelle: Hersteller/Swisstime.ch)

Sie sind da: Uhren ohne Zeiger aber mit dem Preis einer Luxus-Villa. Horologische Meisterwerke, in deren Inneren Flüssigkeit arbeitet. Kurz: Zeitmesser aus einem anderen Raum-Zeit-Gefüge. wanted.de stellt die Neuvorstellungen der Avantgarde zur Baselworld vor. Die Neuheiten der Baselworld 2016 finden Sie hier.

Sieht so die Uhren-Zukunft aus? Die neue H3 Sculptura von Beat Haldimann ist der Zeitmesser für Menschen, die alles erreicht haben und sich ihren Tag nach dem reinen Bauchgefühl einteilen können. Denn die Uhr hat keine Zeiger – dafür aber ein klingendes Signal. Damit bietet die H3 eine Weltpremiere: Sie ist die erste Armbanduhr mit einem fliegenden Zentral-Tourbillion und einer Minutenrepetition. Und nun bitte anschnallen: Die Uhr mit dem Platin-Gehäuse kostet 878.000 Franken, das sind aktuell 720.000 Euro.

Freier Blick auf den Tourbillon

Der Hintergrund des skurrilen Werkes: Haldimann will, dass nichts den Blick auf den Tourbillon verstellt, das ist ein Wirbelwind, der die Schwerkraft kontert. Angesichts des Minimalismus ist es wenig überraschend, dass der Meister vom Zen-Buddhismus angetan ist. Im September 2009 verlieh ihm das internationale Uhrenmuseum in La Chaux-de-Fonds den angesehenen Gaïa-Preis.

Avantgardistisch geht es weiter mit Franc Vila – hier blickt der Besitzer über ein bedrucktes Glas-Zifferblatt ins Innere. Die Cobra FV 18E "Manual Suspended Skeleton" arbeitet mit dem Handaufzugskaliber FV 18E, das vollständig von Hand montiert und finissiert wurde. 88 Exemplare sollen von dieser Uhr gebaut werden, das Meisterwerk soll rund 31.000 Franken kosten.

Pumpen in der Uhr

Futuristisch zeigt sich einmal mehr HYT. Der Hersteller der ersten Armbanduhr der Welt, die die Zeit flüssig anzeigt, stellt zwei neue Farbvarianten vor: Die H1 Red2 mit Titan-Rotgold-Gehäuse und die H2 Titanium & White Gold Blue. Die rote Serie ist limitiert auf 50 Exemplare. Die H1-Red2 mit ihrer Kombination aus Titan und Rotgold ist für rund 54.000 Euro zu haben, die Weißgold-Version ist limitiert auf 20 Exemplare soll Flüsterschätzungen zufolge 160.000 Dollar kosten. Diese blaue Uhr hat eine besondere Komplikation: Hier überspringt der Minutenzeiger die beiden quer stehenden Bälge.

Wer genug hat von dieser Welt und eine Inspiration zum Abgang braucht, findet bei der Kunst-Manufaktur Artya genau das Richtige: Für 7900 Franken erinnert die Artya Son of a Gun Russian Roulette an die Vergänglichkeit des Seins. Ganz makaber: Die Hersteller haben ihr Unitas-basiertes Werk .357 genannt, so heißt ein Kaliber für Magnum-Revolver. Einblick ins Werk gewährt ein skelettiertes Zifferblatt mit Patronen-Öffnungen, das sich dreht.

Teurer Minimalismus

Sehr futuristisch präsentiert sich die Manufaktur De Bethune mit der DB28 Digitale. Die Krone liegt auf der Zwölf des guillochierten und spiegelpolierten Titan-Gehäuses. Viel zeigt die Uhr nicht: In einer digitalen Anzeige sind nur die Stunden und Minuten zu sehen. Und im Zentrum der Uhr sitzt wie ein Auge die Mondanzeige: Die Mondkugel besitzt zwei polierte Hälften, die eine aus Palladium, die andere aus flammengebläutem Stahl.

Und ist das nicht schön: Wer in alle Ewigkeit die Phasen des Erdtrabanten verfolgen will, der muss nur eine Abweichung von einem Mondtag in 1112 Jahren hinnehmen - das ist doch mal ein Wert für die Ewigkeit... Die Uhr soll rund 90.000 Dollar kosten.

Ebenfalls sehr reduziert zeigt sich die Grande Jour & Nuit Edition 2014 von Svend Andersen Genève: Die Uhr lenkt den Blick auf das Wesentliche. Auf dem Zifferblatt zeigen gleich zwei Zeiger die Stunden an: Ein langer Zeiger weist aus der Mitte von 6 Uhr bis 18 Uhr auf die Tagesstunden; der kleine Zeiger weist auf die Nachtstunden von 18 Uhr bis 6 Uhr. Die Manufaktur legt damit einen Zeitmesser aus dem Jahr 2000 neu auf und begründet dies mit der starken Nachfrage von Sammlern, das Uhrwerk von Frédéric Piguet wird nicht mehr hergestellt. Andersen Genève hat nun 30 Uhren in Rotgold und 20 in Weißgold im Angebot, der Hersteller bezifferte den Preis auf Anfrage von wanted.de auf 52.500 Franken respektive 54.000 Franken. >>

Einige Preisstufen tiefer findet sich die Genfer Marke Altanus – die feiert in diesem Jahr ihren 100. Geburtstag. Daher legt der Hersteller eine auf 100 Exemplare limitierte Sonderserie auf, die Sculpture. Die Skelett-Uhr mit dem ungewöhnlichen Design bietet freien Blick auf das Handaufzugswerk. Das Gehäuse wird gefertigt in Stahl, Rotgold oder Anthrazit. Als Band werden ein Stahlband und Alligatorleder angeboten. Für die Uhr müssen Sie je nach Ausführung knapp 3000 Franken einplanen.

Die Uhr vom Mond

Zum Abschluss ein gut geerdeter Zeitmesser. Dabei hätte Omega allen Grund, sich abgehoben zu präsentieren, denn die Marke hat tatsächlich einen echten Bezug zum Thema Raumfahrt: Die Omega Speedmaster war 1969 die erste und bislang einzige Uhr auf dem Mond. Und nun stellt Omega zur Baselworld 2014 als Verbeugung vor dieser Ur-"Speedy" eine neue Uhr vor, die nicht von dieser Welt ist: Die Omega Speedmaster Mark II ist für uns die bislang schönste neue Uhr der Baselworld.

Ein besonders nettes Detail: Die Tachymeter-Skala ist selbst in schwächstem Licht gut ablesbar, denn sie ist transparent und wird von einem darunter liegenden Super-Luminova-Ring beleuchtet. Während die Ur-Speedy mit Handaufzug funktionierte, ist die neue Mark II mit dem Automatik-Kaliber 3330 ausgerüstet. Die Uhr wird rund 4600 Euro kosten, die Garantie beläuft sich auf vier Jahre.

Fazit: Dem Uhrenmarkt geht es so gut, dass selbst abgehobene uhrmacherische Meisterwerke Käufer finden. Die interessantesten exotischen Neuvorstellungen finden Sie hier. Weitere interessante Newcomer haben wir hier für Sie aufgelistet.

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