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Blaualgen im Badesee – Wann es gefährlich wird

Gesundheitsgefahr  

Blaualgen im Badesee – Wann es riskant wird

15.08.2018, 17:34 Uhr | dpa, hs

Blaualgen im Badesee – Wann es gefährlich wird. Cyanobakterien: Blaualgen verschmutzen das Wasser im Strandbad Wannsee in Berlin. (Quelle: Getty Images/Schöning)

Cyanobakterien: Blaualgen verschmutzen das Wasser im Strandbad Wannsee in Berlin. (Quelle: Schöning/Getty Images)

Wer bei der Sommerhitze Abkühlung im See sucht, muss vorsichtig sein. Denn dort gedeihen bei den hohen Temperaturen giftige Blaualgen. Wie Sie sich schützen können.

Wie gefährlich sind Blaualgen für die Gesundheit?

In den meisten Gewässern gibt es eine kleine Anzahl Blaualgen, die keine Gefahr für die Gesundheit darstellen. Vermehren sich die Bakterien allerdings stark, dann kann das Baden in dem belasteten Gewässer gesundheitsschädlich werden.

Kommen Sie mit dem verschmutzten Wasser in Kontakt oder schlucken es sogar, dann drohen

  • Durchfall,
  • Erbrechen,
  • Kopfweh und
  • Atemwegserkrankungen.

Bei empfindlichen Menschen können die Gifte der Bakterien auch Hautreizungen, Ohrenschmerzen oder eine Bindehautentzündung hervorrufen, heißt es im Bundesgesundheitsblatt.

Was sind Blaualgen?

Cyanobakterien sind blaugrün und deshalb auch als Blaualgen bekannt. Die kleinen Bakterien sind giftig und stellen ein Gesundheitsrisiko dar. Bei hohen Temperaturen breiten sie sich schnell aus. Rückstände aus Düngemitteln und Abwasser, die in die Gewässer gelangen, können die Vermehrung beschleunigen.

Cyanobakterien unter einem Mikroskop: Die Gifte der Blaualge können Hautreizungen auslösen. (Quelle: Getty Images/NNehring)Cyanobakterien unter einem Mikroskop: Die Gifte der Blaualge können Hautreizungen auslösen. (Quelle: NNehring/Getty Images)

Woran Sie ein belastetes Gewässer erkennen

Anders als man vermuten könnte, sind Blaualgen eher grün als blau. Einige Blaualgenarten bilden Schlieren oder Teppiche im Wasser, die grünlich bis leicht bläulich schimmern. Je mehr Blaualgen im Wasser sind, desto trüber wird es. 

Das Umweltbundesamt rät: Wenn Sie knietief im Wasser stehen und dann Ihre Zehen nicht mehr sehen können, dann sollten Sie in dem Gewässer nicht baden. Denn dann sind zu viele der giftigen Cyanobakterien im Wasser.

Welche Badegewässer sind mit Blaualgen belastet?

An offiziellen Badestellen, deren Wasserqualität regelmäßig überprüft wird, warnen Hinweisschilder, wenn die Belastung mit Blaualgen zu hoch ist. Denn dann besteht für Badende ein Gesundheitsrisiko.

Ob sich Blaualgen in Seen, Flüssen oder an den Küsten von Nord- und Ostsee derzeit stark vermehren, erfahren Sie auch auf der Website des Umweltbundesamts. Klicken Sie dort auf ein Bundesland in der Deutschlandkarte und Sie bekommen detaillierte Informationen, an welchen Badestellen die Behörden vom Schwimmen abraten. 

Gesperrter See: Vermehren sich Blaualgen stark, dann ist das Baden gesundheitsgefährdend. (Quelle: imago images/Rainer_Droese)Gesperrter See: Vermehren sich Blaualgen stark, dann ist das Baden gesundheitsgefährdend. (Quelle: Rainer_Droese/imago images)

Wann treten Blaualgen in den Seen vermehrt auf?

Hitze und Sonne bieten gute Bedingungen für Blaualgen. "Hochsaison haben sie normalerweise Mitte bis Ende August", sagt Silvia Kostner, Sprecherin des Berliner Landesamtes für Gesundheit und Soziales. In heißen Jahren kann die Belastung der Gewässer mit Blaualgen auch schon früher einsetzen.

In nährstoffreichen und langsam fließenden Gewässern finden Blaualgen gute Bedingungen vor. Bei hohen Temperaturen können sie sich dann schnell vermehren, es kommt zur sogenannten Blaualgenblüte.

Wie Sie sich schützen können

Baden Sie nicht in Gewässern, die stark mit Blaualgen belastet sind. Das rät das Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde. Achten Sie auch darauf, dass Kinder und Haustiere wie Hunde nicht in Kontakt mit den Algen kommen. 

Sollten sich nach Kontakt mit dem verschmutzten Wasser allergische Reaktionen zeigen, dann suchen Sie einen Arzt auf. Schlucken Tiere das Wasser und verhalten sich ungewöhnlich, dann gehen Sie zu einem Tierarzt.

Blaualgen im Aquarium

Blaualgen bilden sich häufig in den Ecken von Aquarien. Sie sind dann noch kein Grund zur Sorge. Breiten sie sich stärker aus, dann ist oft ein Nährstoffungleichgewicht im Becken der Grund. 

Achten Sie daher auf eine ausgewogene Nährstoffversorgung in Ihrem Aquarium und wechseln Sie das Wasser regelmäßig aus. Kleine Blaualgenkolonien können Sie mit einem Schlauch absaugen. Wird der Befall stärker, dann fragen Sie Ihren Fachhändler für Aquaristik um Rat.

Verwendete Quellen:

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