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Beim Wattenmeer: Diese Haie leben in der Nordsee


Diese Haie gibt es in der Nordsee

Von t-online, sms

Aktualisiert am 28.08.2022Lesedauer: 3 Min.
Weissgefleckter Glatthai: Dieser Fisch ist sogar in der Nordsee zu finden.Vergrößern des BildesWeissgefleckter Glatthai: Dieser Fisch ist sogar in der Nordsee zu finden. (Quelle: blickwinkel/imago-bilder)
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Beim Baden in der Nordsee ist die größte Sorge vieler Urlauber wohl, ob gerade Ebbe oder Flut ist. Doch sollten Sie auch Angst vor Haiangriffen haben?

Eigentlich würden viele einen Hai eher im Atlantik oder zumindest dem Mittelmeer erwarten – doch auch in der deutschen Nordsee gibt es Arten, die hier als heimisch gelten. Die meisten von ihnen sind allerdings sehr selten geworden.

Dabei haben sich Haie an nahezu jeden Meereslebensraum angepasst – von den sehr kalten polaren Gewässern über gemäßigte Breiten bis in die Tropen. Und selbst in einigen Süßwasserbereichen sind Haie wie der Bullenhai oder der Gangeshai verbreitet.

Welche Haie leben in der deutschen Nordsee?

Grundsätzlich leben Haie in allen Weltmeeren und auch in der Nordsee. Wie der Fischereibiologe Matthias Schaber vom Thünen-Institut für Seefischerei in Bremerhaven in einem Bericht von "National Geographic" erklärt, kommen einige Haiarten auf ihren Wanderungen durch die Nordsee, während andere dauerhaft dort leben.

Dauerhaft in deutschen Meeren leben allerdings der Roten Liste, die gefährdete Tierarten listet, zufolge nur noch drei bis vier Arten, die meisten anderen sind Durchzügler. Auf der Roten Liste für die gesamte Nordsee werden unter anderem aufgezählt: der Hundshai, der weißgefleckte Glatthai, der kleingefleckte Katzenhai, der Riesenhai, der Fleckhai, der Heringshai, der Große Grauhai, der Eishai, der Hammerhai und der Blauhai.

Die "Schutzstation Wattenmeer" listet für die deutsche Nordsee unter anderem den Hundshai, den Kleingefleckten Katzenhai, den Eishai, den Blauhai sowie die seltenen Dorn-, Herings- und Fuchshaie.

Hundshai: Einer der größten deutschen Haie

Besonders häufig treibt sich der Hundshai (Galeorhinus galeus) in der Nordsee herum. Mit seinen bis zu zwei Metern Länge zählt er zu den größten in deutschen Gewässern heimischen Haiarten.

Die ausgewachsenen Tiere halten sich im Sommer hauptsächlich vor Helgoland auf, bevor sie im Herbst wieder abwandern und sogar bis nach Madeira schwimmen. Durch die Überfischung sinkt allerdings auch der Bestand der Hundshaie in der Nordsee.

Dornhai: Dramatisch eingebrochener Bestand

Mit seiner spitzen Schnauze und der charakteristischen Rückenflosse ähnelt der Dornhai durchaus dem gefürchteten Weißen Hai. Allerdings handelt es sich bei dem Nordsee-Hai um eine Miniaturausgabe des großen Ozean-Jägers. Der Raubfisch wird nur maximal 1,60 Meter lang und stellt für Menschen keine Gefahr dar.

Zudem ist der Dornhai als Speisefisch sehr beliebt, sodass sein Bestand mittlerweile dramatisch eingebrochen ist und es ein EU-weites Fangverbot für die Nordsee gibt.

Heringshai: Der "kleine Weiße Hai"

Der Heringshai kann bis zu drei Meter lang werden und gilt deshalb als "kleiner Weißer Hai". Wie der Hundshai ernährt sich der Heringshai von Heringen, Sardinen und Makrelen und ist für den Menschen eigentlich ungefährlich.

Heringshaie sind zudem sehr menschenscheu – dennoch wurde vor der britischen und der kanadischen Küste bisher je ein Heringshai-Angriff registriert.

Kleingefleckter Katzenhai: Der kleinste heimische Hai

Mittlerweile leben wegen der Überfischung nahezu keine Haie mehr im Wattenmeer. Mit etwas Glück können Sie aber noch einmal einen Katzenhai entdecken. Dieser kleinste Hai der Nordsee wird nur etwa 60 bis 100 Zentimeter lang und seine gepunktete Haut tarnt ihn zum Schutz vor Fressfeinden wie Robben.

Katzenhaie sind eher nachtaktiv und können dann einzeln oder in kleinen Gruppen auftreten. Für den Menschen ist diese Art vollkommen ungefährlich.

Weißgefleckter Glatthai: Unsicher, wo er lebt

Auch der Weißgefleckte Glatthai sieht zwar gefährlich nach Hai aus, ist jedoch mit maximal 1,40 Meter Länge und nur bis zu fünf Kilogramm Gewicht ein echter Winzling seiner Gattung. Ob er wirklich in der Nordsee vor Deutschland lebt, ist zudem immer wieder umstritten, da er nur sehr selten gesichtet wurde.

Der Weißgefleckte Glatthai ist lebendgebärend, die Jungfische sind bei ihrer Geburt nur etwa 30 Zentimeter lang. Seine Hauptnahrung besteht aus Krebsen und Mollusken.

Riesenhai: 2016 vor der Insel Sylt gesichtet

Der Reisenhai macht seinem Namen alle Ehre: Der Fisch kann bis zu zwölf Meter lang werden. Doch seine Größe zum Trotz ist das Tier für den Menschen ungefährlich. Riesenhaie ernähren sich vorrangig von Plankton.

2016 wurde ein Riesenhai vor der Insel Sylt in der Nordsee gesichtet. Sie zählen aber eher nicht zu den dort heimischen Haiarten.

Sind die Haie in der Nordsee gefährlich?

Nein. Die meisten noch in der deutschen Nordsee vorkommenden Haie sind eher klein (meist nur bis maximal einen Meter lang), ernähren sich von Fischen und Krebsen und haben ihrerseits Angst vor den Menschen. Zudem sind die meisten Arten mittlerweile extrem selten, sodass eine Begegnung ohnehin sehr unwahrscheinlich ist.

Verwendete Quellen
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