Sie sind hier: Home > Leben > Reisen > Reisen in der Corona-Krise >

Coronavirus: Kabinett befürwortet Gutscheine für Kunden

Abgesagte Reisen  

Corona: Kabinett befürwortet Gutscheine für Kunden

02.04.2020, 14:25 Uhr | dpa

Coronavirus: Kabinett befürwortet Gutscheine für Kunden. Leerer Flughafen: Wegen der Ausbreitung des Erregers Sars-CoV-2 sindTourismus und Luftverkehr fast vollständig zum Erliegen gekommen. (Quelle: imago images/Cord)

Leerer Flughafen: Wegen der Ausbreitung des Erregers Sars-CoV-2 sindTourismus und Luftverkehr fast vollständig zum Erliegen gekommen. (Quelle: Cord/imago images)

Durch das Coronavirus mussten viele Reisen und Veranstaltungen abgesagt werden. Um den fehlenden Einnahmen entgegenzuwirken, sollen Gutscheine helfen. Doch diese sollen nur befristet gelten.

Die Bundesregierung will bei abgesagten Reisen sowie bei Veranstaltungen in den Bereichen Kultur, Sport und Freizeit eine Gutscheinlösung für Kunden – statt einer sofortigen Rückzahlpflicht.

Das "Corona"-Kabinett stimmte einer entsprechenden Lösung zu. Die Gutscheine sollen befristet sein bis Ende 2021. Neben Deutschland wollten auf EU-Ebene viele weitere Mitgliedsstaaten eine solche Lösung. Die EU-Kommission muss dem noch zustimmen.

Rückzahlung bei Reise- und Luftverkehr

Die deutsche Reise- und Luftverkehrsbranche etwa hatte angesichts der Coronavirus-Krise eine vorübergehende Aussetzung der Erstattung von stornierten Pauschalreisen und Flügen gefordert. Den erheblichen Fixkosten der Unternehmen stünden praktisch keine Einnahmen mehr gegenüber, heißt es in einem Schreiben von Branchenverbänden an EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen.

Wegen der Ausbreitung des Erregers Sars-CoV-2 seien Tourismus und Luftverkehr fast vollständig zum Erliegen gekommen. Rückzahlungspflichten aus der europäischen Pauschalreiserichtlinie sowie der Fluggastrechte-Verordnung sollten deshalb zeitweise ausgesetzt werden.

Das sagen Verbraucherschützer dazu

Der Verbraucherzentrale Bundesverband lehnt die von der Bundesregierung angestrebte Gutscheinlösung bei abgesagten Reisen in der Corona-Krise ab. Die Kunden hätten Vorkassezahlungen in dem Vertrauen geleistet, das Geld bei Absagen zurückzuerhalten, erklärte Vorstand Klaus Müller. "Diese sogenannten Gutscheine sind in Wirklichkeit Zwangskredite der Verbraucher an die Unternehmen, für die sie nicht mal Zinsen erhalten."

Dabei seien viele Bürger jetzt genauso dringend auf liquide Mittel angewiesen wie die Unternehmen und müssten selbst Kredite aufnehmen und Zinsen zahlen, fügte Müller hinzu. "Verbraucher dürfen nicht als schnelle und zusätzliche Refinanzierungsquelle von Unternehmen missbraucht werden", meinte der Verbandschef.

Die Verbraucherschützer setzen sich stattdessen für einen Fonds ein, der die Liquidität der Reisebranche sichern soll. Statt Gutscheine verpflichtend zu machen, könnte zudem der Rückzahlungszeitpunkt für fällige Beträge bis maximal Ende April ausgedehnt werden.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Ulla Popkenbonprix.deOTTOhappy-sizetchibo.deLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal