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So könnte Covid-19 das Reiseverhalten verändern

Urlaub nach Corona  

So könnte Covid-19 das Reiseverhalten verändern

04.03.2021, 17:18 Uhr | dpa

So könnte Covid-19 das Reiseverhalten verändern. Tourismus: Viele Strände sind für internationale Touristen aufgrund der Corona-Pandemie geschlossen. (Quelle: dpa/Dicky Bisinglasi/ZUMA Wire)

Tourismus: Viele Strände sind für internationale Touristen aufgrund der Corona-Pandemie geschlossen. (Quelle: Dicky Bisinglasi/ZUMA Wire/dpa)

Die Corona-Pandemie schränkt das Reisen aktuell ein. Mittelfristig wird es aber wieder möglich sein. Welche Reiseart könnte dann an Popularität gewinnen? Eine aktuelle Studie wagt einen Blick in die Zukunft.

Die Mehrheit der Menschen in Deutschland will einer Studie zufolge nach den Erfahrungen der Corona-Pandemie ihr Reiseverhalten nicht grundsätzlich ändern. "Die meisten möchten in ihr altes Reiseleben zurück", sagte Carsten Cossmann, Leiter Ressort Tourismus des ADAC am Donnerstag bei der Vorstellung der Studie des Automobilclubs. Mittelfristig bleibe Badeurlaub weiter vorne, Kreuzfahrer wollten zurück aufs Schiff und Hotels blieben die bevorzugte Unterkunftsart.

Präferenzen haben sich geändert

Allerdings gebe es kleine Verschiebungen bei den Präferenzen. Individuelle Reisen hätten hinzugewonnen. Pauschalreisen blieben aber stabil. Und Deutschland könnte als Reiseziel mittelfristig noch beliebter werden.

Der Tourismusbeauftragte der Bundesregierung Thomas Bareiß sieht gute Chancen für diesen Sommer. Dann werde die Welt ganz anders aussehen als jetzt, sagte er. Es werde allerdings noch einige harte Wochen geben. Bareiß hofft auf eine starke Impfwelle im April und Mai.

In diesem Jahr – dem zweiten der Corona-Pandemie – steht erneut Urlaub im eigenen Land im Fokus, wie aus der im vergangenen Herbst durchgeführten Befragung unter 5.000 Teilnehmern hervorgeht. Demnach setzen etwa zwei Drittel der Menschen besonders auf Ziele zwischen Rügen und Garmisch-Partenkirchen.

Autoreisen könnten beliebter werden

Im vergangenen Jahr verbrachten mehr als die Hälfte der Befragten (56 Prozent) den Haupturlaub im eigenen Land (2019: 35 Prozent). Angesichts der Unsicherheiten in der Pandemie will knapp die Hälfte der Befragten nur kurzfristig oder vorab gar nicht buchen.

Eine größere Rolle als in Vor-Corona-Jahren dürften der Studie zufolge künftig Reisen mit dem Auto spielen. 44 Prozent der Befragten gaben an, 2019 mit dem Pkw in den Urlaub gefahren zu sein. 2020 waren es 63 Prozent. Zugleich dürften sich Reisen mit dem Flugzeug von dem Einbruch in der Pandemie erholen. In etwa drei bis fünf Jahren wollen bis zu 44 Prozent – und damit neun Prozent mehr als 2019 – wieder in den Urlaub fliegen.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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