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"Section Control" gegen Raser: Auch NRW will Strecken-Radar testen


"Section Control" gegen Raser
Auch NRW will das Strecken-Radar testen

Von t-online
Aktualisiert am 03.08.2016Lesedauer: 1 Min.
"Section Control" in Wien (Österreich) am Kaisermühlentunnel.Vergrößern des Bildes"Section Control" in Wien (Österreich) am Kaisermühlentunnel. (Quelle: imago-images-bilder)
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Keine Chance mehr für Raser: Auch in Nordrhein-Westfalen soll es bald ein sogenanntes "Strecken-Radar" geben. Das berichtet unter anderem "RP Online".

Das hat NRW-Innenminister Ralf Jäger (SPD) bekannt gegeben. Bei dieser Art der Geschwindigkeitsüberwachung werden Autofahrer über einen längeren Abschnitt überwacht. Die "Section Control" ermittelt anhand der Durchschnittsgeschwindigkeit, ob zu schnell gefahren wurde.

Raser können "Section Control" nicht austricksen

Der Vorteil gegenüber den herkömmlichen Blitzern: Autofahrer können nicht wie üblich vor und nach der Kontrollstelle schneller als erlaubt fahren, sondern müssen sich über einen längeren Abschnitt "beherrschen".

Ein entsprechendes Pilotprojekt gibt es auch in Niedersachsen. Auf einer drei Kilometer langen Strecke der B6 startete der Test der ersten "Section Control" in Deutschland.

"Super-Blitzer" in Bayern

Auch in Bayern wird seit kurzem ein ähnliches System getestet: Die so genannte "Video Abstands- und Geschwindigkeitsmessung Digital“ (VAG Digital) arbeitet auf Grundlage der Photogrammetrie. Hierzu wird der Straßenverkehr auf einem Fahrbahnabschnitt, der vorher speziell vermessen und markiert wurde, mit einer Videokamera überwacht.

Positive Erfahrungen in Nachbarländern

In Österreich und den Niederlanden gibt es das Strecken-Radar bereits seit Jahren. Die Erfahrungen in den Nachbarländern seien positiv, der Verkehrsfluss harmonisiere sich und die Sicherheit werde auch etwa in Baustellen oder Tunnelstrecken nachweislich erhöht.

Die Akzeptanz bei den Autofahrern sei deutlich höher als bei punktuellen Blitzern, bei denen Raser sich einer Strafe durch kurzzeitiges Abbremsen entziehen könnten, sagen Verkehrsexperten.

Der Deutsche Verkehrsgerichtstag hatte sich bereits 2009 für einen Modellversuch mit Abschnittskontrollen ausgesprochen, es gab aber Datenschutzbedenken. Das Speichern von Fahrzeugbildern von Fahrern, die sich an das Tempolimit halten, wurde als ein unerlaubtes Speichern von personenbezogenen Daten angesehen.

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