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Ökostrom deckt fast die HĂ€lfte des deutschen Energiebedarfs

Von dpa
Aktualisiert am 14.12.2020Lesedauer: 2 Min.
Ein Windpark in der Ostsee (Symbolbild): Energie aus erneuerbaren Quellen wird immer wichtiger in Deutschland.
Ein Windpark in der Ostsee (Symbolbild): Energie aus erneuerbaren Quellen wird immer wichtiger in Deutschland. (Quelle: Jens BĂŒttner/dpa-bilder)
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Sonne, Wind und Biomasse: Strom aus erneuerbaren Energien hat 2020 fast 50 Prozent des Strombedarfs in Deutschland gedeckt. Hintergrund dafĂŒr ist auch die Corona-Krise.

Erneuerbare Energien wie Wind- und Solarkraft haben in diesem Jahr Experten zufolge fast die HĂ€lfte des Stromverbrauches in Deutschland abgedeckt. Konkret lag der Anteil von Strom aus Wind, Photovoltaik, Biomasse und anderen regenerativen EnergietrĂ€gern bei gut 46 Prozent des Bruttostromverbrauchs, wie vorlĂ€ufige Berechnungen des Zentrums fĂŒr Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-WĂŒrttemberg (ZSW) und des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) zeigen.

Damit ist der Anteil des Ökostroms weiter gestiegen, im vergangenen Jahr lag er bei 42,5 Prozent. Ein Grund dafĂŒr ist laut VerbĂ€nden jedoch auf den insbesondere durch die Corona-Pandemie gesunkenen Stromverbrauch zurĂŒckzufĂŒhren. Hintergrund ist ein Einspeisevorrang fĂŒr Erneuerbare Energien.

WĂ€re in diesem Jahr genauso viel Strom wie im Jahr 2019 verbraucht worden, hĂ€tten Erneuerbare Energien gut 44 Prozent des Stromverbrauchs gedeckt, hieß es. Verantwortlich dafĂŒr seien vor allem gĂŒnstige WetterverhĂ€ltnisse gewesen, etwa ein windreiches erstes Quartal und viele Sonnenstunden.

2030 soll der Anteil bei 65 Prozent liegen

Den grĂ¶ĂŸten Anteil am Ökostrom in diesem Jahr hatte laut den Berechnungen Windkraft an Land, gefolgt von Photovoltaik, Biomasse und auf Windparks auf Nord- und Ostsee erzeugter Strom. Die Ausbauziele fĂŒr Windkraft auf See sind bereits deutlich angehoben worden.

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Ziel der Bundesregierung ist es, den Anteil des Ökostroms bis 2030 auf 65 Prozent zu steigern. Um dies sicherzustellen, verhandeln die Koalitionsfraktionen CDU/CSU und SPD derzeit ĂŒber eine Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes.

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BDEW-Chefin Kerstin Andreae erklĂ€rte, der Strombedarf werde bis 2030 aller Voraussicht nach deutlich steigen. "Wenn der Zubau weiterhin nur mit gezogener Handbremse erfolgt, können wir die gesteckten Ziele nicht erreichen. Um dem Ausbau der Erneuerbaren wieder Schwung zu verleihen, muss die Bundesregierung nun eine ambitionierte EEG-Novelle beschließen und die fĂŒr den Ausbau der Erneuerbaren so dringend benötigten Maßnahmen zeitnah umsetzen."

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