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So will Julia Klöckner den Wald retten

Von dpa
07.09.2021Lesedauer: 3 Min.
Rotbuche: Bundesagrarministerin Julia Klöckner will den Wald umbauen.
Rotbuche: Bundesagrarministerin Julia Klöckner will den Wald umbauen. (Quelle: A. Held/imago-images-bilder)
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Der deutsche Wald ist von der Klimakrise bedroht. Deshalb will Bundesagrarministern Julia Klöckner die Wälder umbauen. Umweltverbände kritisierten die vorgestellte Strategie.

Bundesagrarministerin Julia Klöckner dringt angesichts des Klimawandels auf langfristige Unterstützung für den Umbau der deutschen Wälder. Es gehe um eine Balance von Ökologie, Ökonomie und sozialen Fragen, sagte die CDU-Politikerin am Dienstag in Berlin bei der Vorstellung einer Waldstrategie ihres Ministeriums bis 2050. "Unser Wald ist der wichtigste Klimaschützer, Hort der biologischen Vielfalt, Arbeitgeber und Erholungsort." All dies gelte es für kommende Generationen zu erhalten und zu stärken. Die Forstwirtschaft begrüßte die Stoßrichtung, von Umweltschützern kam Kritik.


Die dramatischen Folgen der Klimakrise

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Klöckner verwies auf ein gestartetes ökologisches Waldumbauprogramm mit einem Volumen von 1,5 Milliarden Euro, das verstetigt werden solle. Hintergrund dafür sind auch schwere Schäden in vielen Wäldern wegen Stürmen, Dürre und Borkenkäfern in den vergangenen Jahren. Es müssten 280.000 Hektar aufgeforstet werden, das entspreche der Fläche des Saarlands. Insgesamt steht laut Ministerium auf elf Millionen Hektar Wald und damit etwa auf einem Drittel der Fläche Deutschlands.

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"Keinen Kahlschlag" in den Wäldern

Die "Waldstrategie 2050" soll unter anderem darauf zielen, eine nachhaltige Waldbewirtschaftung zu sichern. Dies sorge auch dafür, dass Holz und Holzprodukte dauerhaft klimaschädliches CO2 speichern. Beratung, Planung und Waldumbau-Maßnahmen sollten staatlich gefördert werden. Wenn CO2-Emissionen bepreist würden, müsse zudem umgekehrt auch die Klimaschutzleistung der Wälder honoriert werden.

Klöckner betonte, drei Viertel der Forstflächen seien Mischwälder, dies seien also keine Monokulturen. Um Wälder besser gegen den Klimawandel zu wappnen, seien passgenaue Lösungen je nach Böden und dem Kleinklima vor Ort nötig. Es gebe "keinen Kahlschlag" in den Wäldern. Angesichts des Bedarfs an Holz als Baumaterial sei es für den Klimaschutz aber nicht sinnvoller, dies aus fernen Ländern zu importieren. Generell sei es auch nachhaltiger, Holz statt Plastik oder andere Materialien als Stoffe zu verwenden. Zudem lasse die CO2-Speicherleistung alter Wälder tendenziell nach.

Der Leiter des Instituts für Waldökosysteme am bundeseigenen Thünen-Institut, Andreas Bolte, warb für eine Kombination von Pflanzungen und dem natürlichen Nachwachsen junger Bäume. Angesichts von Klimaveränderungen könne es je nach Standort sinnvoller sein, widerstandsfähigere Baumarten zu pflanzen, die dort auch in 30 oder 40 Jahren noch wachsen könnten.

Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) kritisierte, Klöckner habe die Strategie nicht in der Regierung abgestimmt. "Wälder sind mehr als Holzfabriken, sie spielen eine entscheidende Rolle für den Klimaschutz und die Bewahrung der Artenvielfalt", sagte sie der "Augsburger Allgemeinen" (Dienstag). "Darüber hätten wir gern mit ihr diskutiert, dazu war sie aber nicht bereit." Klöckner wies die Kritik zurück. Ihr Ressort sei federführend. An der Erarbeitung der Strategie seien Vertreter vieler Verbände beteiligt worden, sie solle nun Grundlage für die kommende Bundesregierung sein.

Kritik von Umweltorganisationen

Die Umweltorganisation Greenpeace bezeichnete die Strategie als "Bankrotterklärung an ambitionierten Klima- und Naturschutz im Wald". Sie ignoriere, dass für echten Klimaschutz weniger Bäume gefällt und mehr Wälder geschützt werden müssten. Der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) mahnte: "Wir müssen mit unserem Wald dringend schonender umgehen." Klöckner schütze aber lieber die kurzfristigen wirtschaftlichen Interessen der Forst- und Holzlobby als den Wald.

Der Deutsche Forstwirtschaftsrat begrüßte dagegen, dass mit der Strategie die forstwirtschaftlichen Leistungen anerkannt würden. "Holz ist der nachwachsende regionale, ökologische Rohstoff der Zukunft für klimafreundliches Bauen im Gegensatz zu endlichen Materialien wie Eisen, Zement, Sand und Kies", sagte Präsident Georg Schirmbeck. "Gerade in ländlichen Regionen trage bewirtschafteter Wald als wichtiger Arbeitgeber zudem erheblich zum Gemeinwohl bei.

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Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
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  • Theresa Crysmann
Von Theresa Crysmann
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