Menü Icont-online - Nachrichten für Deutschland
HomeNachhaltigkeitKlima & Umwelt

Sebastian Unger: Deutschlands Mann fürs Meer


Deutschlands Mann fürs Meer

  • Theresa Crysmann
Von Jule Damaske, Theresa Crysmann

Aktualisiert am 28.09.2022Lesedauer: 2 Min.
Nachrichten
Wir sind t-online

Mehr als 150 Journalistinnen und Journalisten berichten rund um die Uhr für Sie über das Geschehen in Deutschland und der Welt.

Ein Buckelwal auf Tauchgang: Neben den Meeressäugern leben geschätzt noch mehr als 2 Millionen weitere Tierarten in den Ozeanen.
Ein Buckelwal auf Tauchgang: Neben den Meeressäugern leben geschätzt noch mehr als 2 Millionen weitere Tierarten in den Ozeanen. (Quelle: Panthermedia/IMAGO)
Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo
Schlagzeilen
AlleAlle anzeigen

Symbolbild für einen TextEx-Formel-1-Fahrer ist totSymbolbild für einen TextKleinkind bei Unfall in Baumarkt erschlagenSymbolbild für einen TextÖsterreichischer Schauspieler ist totSymbolbild für ein VideoRussland: Hunderte tote Robben angespültSymbolbild für einen TextErdrutsche und Wirbelstürme in ItalienSymbolbild für einen TextIran zerstört Haus von ProtestikoneSymbolbild für einen TextChico will Großkreutz-Team sponsernSymbolbild für einen TextHeute läuft eine "Tatort"-WiederholungSymbolbild für ein VideoKölner Karnevalslegende gestorbenSymbolbild für einen TextZDF: Diese Sendungen fallen heute ausSymbolbild für einen TextMann will Baum fällen und stirbtSymbolbild für einen Watson TeaserHarry und Meghan "widern" Insider anSymbolbild für einen TextPer Zug durch Deutschland – jetzt spielen
Anzeige
Loading...
Loading...
Loading...

Den Weltmeeren geht es schlecht: Überfischung, Versauerung und Plastik sind die größten Probleme. Für deren Lösung gibt es nun einen eigenen Regierungsposten.

Weltweit sind ein Fünftel der Korallenriffe zerstört, rund ein Drittel aller Seegraswiesen und Mangrovenwälder ebenfalls. Jede Minute gelangt durchschnittlich eine Lkw-Ladung Plastik in die Meere – zusätzlich zu den 150 Millionen Tonnen Kunststoffmüll, die dort bereits treiben. Mehr als ein Drittel aller Fischbestände gelten inzwischen als überfischt. Und das viele CO2 in der Atmosphäre lässt die Meere versauern.

Den großen Handlungsbedarf in Sachen Meeresschutz hat auch die Bundesregierung erkannt – und erstmals einen eigenen Posten für diese Aufgabe geschaffen.

Sebastian Unger ist seit Kurzem Deutschlands Mann fürs Meer. Seine Ernennung durch das Bundeskabinett kam wenige Wochen, nachdem in New York zum wiederholten Mal ein rechtsverbindliches UN-Abkommen für den Schutz der hohen See gescheitert war. Von nun an soll Unger, der Unterabteilungsleiter im Bundesumweltministerium ist, die Meeresschutzbemühungen der Bundesregierung leiten – national, aber auch in internationalen Verhandlungen.

Umweltministerin Steffi Lemke und Sebastian Unger, Meeresbeauftragter der Bundesregierung: Seit Anfang September ist Unger der erste Meeresbeauftragte Deutschlands.
Umweltministerin Steffi Lemke und Sebastian Unger: Seit Anfang September ist er der erste Meeresbeauftragte Deutschlands. (Quelle: BMUV / Sascha Hilgers)

"Der Zustand der Meere weltweit ist kritisch, die Übernutzung und Vermüllung der Meere nimmt immer weiter zu – die Meeresökosysteme müssen besser geschützt werden", so Unger anlässlich seiner Ernennung. Nur gesunde Meere seien widerstandsfähig, könnten einen substanziellen Beitrag zum Klimaschutz leisten und umwelt- sowie naturverträglich genutzt werden.

Neue Strategie für das Meer und seine Bewohner

"Wir haben uns verpflichtet, mindestens 30 Prozent der Meere bis 2030 wirksam zu schützen", sagte Bundesumweltministerin Steffi Lemke. So solle sich der Meeresbeauftragte vor allem darum kümmern, "eine ambitionierte und verbindliche Meeresstrategie zu erarbeiten, die den wirksamen Schutz der Meere ermöglicht." Eine neue Unterabteilung für Meeresschutz im Bundesumweltministerium soll Sebastian Unger dabei zur Hand gehen.

Bereits im Koalitionsvertrag hatte die Regierung zugesagt, sich deutlich stärker für die Ozeane und deren Bewohner einsetzen zu wollen. Unter anderem soll demnach ein Sofortprogramm aufgelegt werden, mit dessen Hilfe Munitionsaltlasten in Nord- und Ostsee geborgen werden können.

Außerdem setzt die Bundesregierung auf die Renaturierung von Seegraswiesen und Algenwäldern, um die CO2-Speicherfähigkeit der Meere zu verbessern. Und bestehende Schutzgebiete in der deutschen Nord- und Ostsee sollen im Interesse der Artenvielfalt strenger geschützt werden – schädliche Nutzungen, wie beispielsweise bestimmte Arten des Fischfangs, könnten dort dann ganz verboten werden.

Frau in Tauchausrüstung sammelt Plastikmüll: Die Weltmeere füllen sich unaufhaltsam mit Plastikmüll.
Eine Taucherin sammelt Plastikmüll in einem Korallenriff: Die Weltmeere füllen sich unaufhaltsam mit Plastikmüll. (Quelle: IMAGO/imageBROKER/Andrey Nekrasov/imago-images-bilder)

Sebastian Unger will sich aber auch jenseits der Landesgrenzen für mehr Engagement im Meeresschutz einbringen. "Wir wollen unseren Einsatz auch international für ambitionierte und rechtsverbindliche Abkommen zum Schutz der biologischen Vielfalt auf hoher See, der internationalen Tiefsee oder im Kampf gegen die Plastikverschmutzung der Ozeane weiter stärken", so Unger.

Die nächste Gelegenheit hierzu dürfte er bereits Ende des Jahres haben. Dann findet in Montreal in Kanada die UN-Weltnaturschutzkonferenz statt. Wissenschaftlichen Schätzungen zufolge leben in den Ozeanen mehr als 2 Millionen Tierarten – deren Lebensraum zunehmend bedroht ist.

Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo
Verwendete Quellen
  • Eigene Recherche
  • Pressestatement von WWF Deutschland
  • Pressemitteilung des Bundesumweltministeriums
  • bmz.de: "SDG 14: Leben unter Wasser"
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...

ShoppingAnzeigen

Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Die Erderhitzung hat eine überraschende Folge
Von Michaela Koschak, Lara Schlick
BundesregierungCO2New YorkOstsee

t-online - Nachrichten für Deutschland
t-online folgen
FacebookTwitterInstagramYouTubeSpotify

Das Unternehmen
Ströer Digital PublishingJobs & KarrierePresseWerbenKontaktImpressumDatenschutzhinweiseDatenschutzhinweise (PUR)Jugendschutz



Telekom
Telekom Produkte & Services
KundencenterFreemailSicherheitspaketVertragsverlängerung FestnetzVertragsverlängerung MobilfunkHilfeFrag Magenta


TelekomCo2 Neutrale Website