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Klima-Mythen im Experten-Check: Ist China Schuld am Klimawandel?


So groß ist Chinas Anteil am Klimawandel wirklich


09.12.2023Lesedauer: 1 Min.
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Prof. Dr. Mojib Latif: Der Klimaforscher widerlegt vor der t-online-Kamera bekannte Klimamythen. (Quelle: t-online)

Die hohen CO2-Emissionen Chinas seien schuld am Klimawandel – diese Behauptung ist in der Debatte um das Klima weitverbreitet. Doch stimmt sie wirklich? Ein Klimaforscher klärt auf.

Die Klimakrise ist weder Mythos noch Verschwörungstheorie – sie ist Fakt. Und sie ist menschengemacht. Darin sind sich Wissenschaftler weltweit einig. Dennoch gibt es viele Menschen, die die aktuelle Klimakrise und wissenschaftliche Fakten zur Erderwärmung anzweifeln.

Die von den Zweiflern angeführten Argumente – etwa, warum es einen menschengemachten Klimawandel nicht gebe – sind vielfältig. Hier ist vor allem Aufklärung gefragt, denn in Zeiten der sozialen Medien lassen sich Fake News und alternative Fakten rasend schnell und an ein großes Publikum verbreiten.

t-online hat mit Prof. Dr. Mojib Latif, einem der führenden Klimaforscher Deutschlands, gesprochen und ihn mit verschiedenen Behauptungen konfrontiert. In acht Teilen klärt er vor der t-online-Kamera über verschiedene Klimamythen auf. In der aktuellen Folge geht es um den Vorwurf, die hohen CO2-Emissionen Chinas seien schuld am Klimawandel.

Videotranskript lesenSymbolbild zum Ein- und Ausklappen

"China ist schuld am Klimawandel, denn dort wird am meisten CO2 ausgestoßen."

"Das kann man vordergründig so sehen. In der Tat ist China der größte Verursacher von CO2 mit einem Anteil von knapp 30 %. Aber wenn man fragt: „Wer hat denn die globale Erwärmung verursacht, die wir heute messen können?“, dann sind es eben doch die Industrieländer gewesen. Denn alleine ein Land wie Amerika, das schon sehr, sehr lange CO2 ausstößt, hat ungefähr 1/4 des CO2 in die Atmosphäre gebracht, das wir heute dort oben messen. Das liegt an der langen Verweildauer von CO2, muss man sich so ein bisschen vorstellen wie mit den Staatsschulden. Wenn wir nächstes Jahr weniger Schulden aufnehmen, dann ist das zwar prima, aber die kommen obendrauf, weil die alten Schulden sind ja nicht weg und dann steigen die Zinszahlungen und damit auch die Belastung. So ist das auch mit dem Klima, mit dem CO2. Das alte CO2 ist nicht weg. Wenn wir weniger ausstoßen, ist es zwar gut, aber es kommt obendrauf. Und die Zinszahlungen sind in dem Fall eben, dass die Erwärmung noch stärker wird. Und deswegen ist es eben wichtig, diese historische Perspektive auch zu betrachten und nicht immer mit dem Finger auf andere zu zeigen, sondern es ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, eine internationale Aufgabe. Es braucht internationale Kooperation dringender denn je. Aber was Sie im Moment sehen in der Welt, ist eigentlich eher das Gegenteil. Wir sehen immer mehr nationale Tendenzen, weniger internationale Kooperation. Und so werden wir die großen Umweltprobleme nicht lösen können."

Welche Argumente dem entgegenstehen und warum wir mit dem Finger nicht auf andere zeigen sollten, erklärt Klimaforscher Mojib Latif im Video hier oder oben.

Verwendete Quellen
  • Eigenes Interview mit Dr. Mojib Latif
  • mit Daten von Statista
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