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Amnesty-Bericht: Taliban begehen schwerste Menschenrechtsverletzungen


Amnesty: Taliban begehen schwerste Menschenrechtsverletzungen

Von afp
Aktualisiert am 15.08.2022Lesedauer: 2 Min.
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"Mit Maschinengewehr auf mich gezielt": Ein Helfer berichtet von seinen Eindr├╝cken aus Afghanistan. (Quelle: t-online)
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Seit einem Jahr regieren die radikalislamischen Taliban Afghanistan. Menschenrechtlern zufolge begehen sie grausame Verbrechen.

Die Taliban haben laut einem Amnesty-Bericht entgegen ihrer Ank├╝ndigungen nach ihrer Macht├╝bernahme vor einem Jahr schwerste Menschenrechtsverletzungen in Afghanistan begangen. Die radikalislamische Regierung verfolge Minderheiten, schlage friedliche Proteste gewaltsam nieder und unterdr├╝cke Frauen, hei├čt es in dem am Montag ver├Âffentlichten Bericht der Menschenrechtsorganisation. Zudem gebe es au├čergerichtliche Hinrichtungen und F├Ąlle des Verschwindenlassens von Menschen.

Verbrechen wie Folter, Morde aus Rache und Vertreibungen von Minderheiten blieben oftmals straflos, hei├čt es in dem Bericht "Die Herrschaft der Taliban: Ein Jahr voller Gewalt, Straflosigkeit und falscher Versprechen".

"Vor einem Jahr haben sich die Taliban ├Âffentlich dazu verpflichtet, die Menschenrechte zu sch├╝tzen und zu f├Ârdern", erkl├Ąrte Theresa Bergmann, Asien-Expertin bei Amnesty International in Deutschland. "Ein Jahr sp├Ąter ist die menschenrechtliche Bilanz jedoch katastrophal." Willk├╝rliche Inhaftierungen, Folter, Verschwindenlassen oder Hinrichtungen im Schnellverfahren seien an der Tagesordnung.

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Rechte von M├Ądchen und Frauen leiden besonders

Auch wichtige Errungenschaften der vergangenen 20 Jahre, insbesondere bei den Rechten von M├Ądchen und Frauen, w├╝rden zunichtegemacht, erkl├Ąrte Bergmann. Ausbildung und Teilhabe am ├Âffentlichen Leben w├╝rden ihnen verwehrt. "Sie erfahren in nahezu jedem Lebensbereich systematisch Diskriminierung."

Recherchen von Amnesty zeigen laut dem Bericht, dass die Sicherheitskr├Ąfte der Taliban exzessiv Gewalt anwenden, um das Verbot friedlicher Proteste durchzusetzen. Menschenrechtsverteidiger und Aktivisten w├╝rden schikaniert, bedroht, inhaftiert und get├Âtet, hei├čt es in dem Bericht weiter. Im vergangenen Jahr seien zudem mehr als 80 Journalistinnen und Journalisten festgenommen und gefoltert worden, weil sie ├╝ber friedliche Proteste berichteten.

Es gebe zahlreiche Berichte ├╝ber Taliban-Soldaten, die Afghaninnen und Afghanen verpr├╝gelten und folterten, die gegen Erlasse der Taliban versto├čen haben sollen oder der Zusammenarbeit mit der fr├╝heren Regierung beschuldigt werden, erkl├Ąrte die Menschenrechtsorganisation.

Leichen mit Folterspuren und Schusswunden gefunden

Auch F├Ąlle von Rachemorden und Hinrichtungen von mutma├člichen Widerstandsk├Ąmpfern seien bekannt geworden, hei├čt es in dem Bericht. So seien Hunderte Leichen mit Schusswunden oder Folterspuren gefunden worden, die auf au├čergerichtliche Hinrichtungen hindeuten.

Dutzende Menschen seien verschwunden, weil sie unter der vorherigen Regierung gearbeitet haben oder weil sie verd├Ąchtigt werden, am Widerstand gegen die Taliban beteiligt gewesen zu sein. Zudem habe es rechtswidrige Vertreibungen von nicht-paschtunischen Minderheiten aus ihren H├Ąusern und von ihren H├Âfen gegeben.

Amnesty forderte die Taliban zur Achtung der Menschenrechte und des V├Âlkerrechts auf. Zudem m├╝sse die internationale Gemeinschaft wirksame Ma├čnahmen ergreifen, um die Taliban f├╝r die begangenen Verbrechen zur Rechenschaft zu ziehen.

Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur AFP
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