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Mesale Tolu ist zurück in Deutschland – freuen kann sie sich nur bedingt

Von der Türkei eingesperrt  

Mesale Tolu ist zurück in Deutschland

26.08.2018, 20:12 Uhr | dpa, dru

Mesale Tolu ist zurück in Deutschland – freuen kann sie sich nur bedingt. Mesale Tolu am Sonntag nach ihrer Ankunft in Stuttgart: Mehr als ein Jahr von der Türkei festgehalten. (Quelle: dpa/Christoph Schmidt)

Mesale Tolu am Sonntag nach ihrer Ankunft in Stuttgart: Sie wurde mehr als ein Jahr lang von der Türkei festgehalten. (Quelle: Christoph Schmidt/dpa)

Mehr als ein Jahr lang hielt die Türkei die Journalistin Mesale Tolu fest – wegen angeblicher Terrorunterstützung. Nun ist die Ulmerin zurück in Deutschland. Freuen kann sie sich nach eigener Aussage nur bedingt.

Nach der Aufhebung ihrer Ausreisesperre in der Türkei ist die Journalistin und Übersetzerin Mesale Tolu zurück in Deutschland. Tolu landete am Sonntag auf dem Stuttgarter Flughafen, wie eine Mitarbeiterin des Flughafens der Deutschen Presse-Agentur mitteilte.

Unmittelbar nach ihrer Ankunft trat die Ulmerin vor die Presse. Die Rückkehr in die Heimat könne sie nur bedingt genießen, sagte Tolu. Sie sei zwar wieder in Deutschland, aber Hunderte Journalisten, Oppositionelle, Anwälte und Studenten seien immer noch nicht frei. "Es ist nicht so, dass ich mich wirklich über die Ausreise freue, weil ich weiß, dass sich in dem Land, in dem ich eingesperrt war, nichts verändert hat."

In der Türkei eingesperrt und festgesetzt

Tolu, die für die Nachrichtenagentur Etha arbeitete, ist in der Türkei wegen Terrorvorwürfen angeklagt, sie saß dort bis Dezember mehr als sieben Monate in Untersuchungshaft. Anschließend galt eine Ausreisesperre. Diese wurde jüngst überraschend aufgehoben.

Die Türkei wirft ihr "Terrorpropaganda" und Unterstützung der verbotenen linksextremen Gruppe MLKP vor. Ihr Prozess in der Türkei wird ungeachtet ihrer Ausreise fortgeführt. Auch ihr Ehemann Suat Corlu ist angeklagt. Seine Ausreisesperre ist nicht aufgehoben, er muss in der Türkei bleiben.

Tolu kündigte an, sie wolle sich weiter für die Menschen einsetzen, die in der Türkei aus politischen Gründen inhaftiert seien. Ihr Fall hatte zusammen mit dem des "Welt"-Reporters Deniz Yücel und des Menschenrechtlers Peter Steudtner die Beziehungen zwischen der Türkei und Deutschland schwer belastet.

Verwendete Quellen:
  • dpa

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