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Radikale Islamisten: Proteste nach Freispruch von Christin in Pakistan dauern an

Radikale Islamisten  

Proteste nach Freispruch von Christin in Pakistan dauern an

02.11.2018, 10:24 Uhr | dpa

Radikale Islamisten: Proteste nach Freispruch von Christin in Pakistan dauern an. Auch im pakistanischen Lahore führte die Aufhebung des Todesurteils zu Protesten.

Auch im pakistanischen Lahore führte die Aufhebung des Todesurteils zu Protesten. Foto: K.M. Chaudary/AP. (Quelle: dpa)

Islamabad (dpa) - Auch zwei Tage nach dem Freispruch einer wegen Gotteslästerung verurteilten Christin in Pakistan halten die Proteste radikaler Islamisten weiter an.

Gespräche der Regierung mit der radikalislamischen Gruppe Tehreek-e-Labaik Pakistan (TLP) zur Entschärfung der Lage seien in der Nacht gescheitert, sagte der TLP-Anführer Khadim Rizvi am Freitag in der nordöstlichen Metropole Lahore. "Wir werden uns nicht zurückziehen, bis die Richter, die das Todesurteil aufgehoben haben, entlassen sind und Bibi gehängt wird", warnte der Prediger.

Ausgebrochen waren die Straßenproteste am Mittwoch, nachdem die wegen Blasphemie verurteilte Christin Asia Bibi nach acht Jahren in der Todeszelle vom Obersten Gerichtshof in Islamabad freigesprochen worden war. Der heute 51-jährigen Bibi war vorgeworfen worden, sich bei einem Streit mit muslimischen Frauen in ihrem Dorf abfällig über den Propheten Mohammed geäußert zu haben. Die fünffache Mutter war 2009 festgenommen und im Jahr darauf nach einem umstrittenen Blasphemiegesetz in dem vorwiegend muslimischen Land zum Tode verurteilt worden.

Auch am Freitag blieben aus Angst vor heftigen Ausschreitungen Schulen und Büros in größeren Städten geschlossen, auf den Straßen war wenig Verkehr. In Islamabad blockierten Extremisten drei der vier Zufahrten in die Hauptstadt. Pakistans Regierung hatte Soldaten zum Schutz von Amtsgebäuden in mehrere Großstädte des Landes entsandt.

Zum derzeitigen Aufenthaltsort Bibis gab es zunächst keine offiziellen Angaben. Örtliche Medienberichte deuteten aber an, sie sei möglicherweise wegen Sicherheitsbedenken aus Pakistan geflohen.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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