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Grundlage allen Rechts: Militärrat im Sudan will an Scharia festhalten

Grundlage allen Rechts  

Militärrat im Sudan will an Scharia festhalten

08.05.2019, 12:44 Uhr | AFP

Grundlage allen Rechts: Militärrat im Sudan will an Scharia festhalten. Shams-Eddin Kabashi, Sprecher des Transitional Military Council: Die Scharia soll dem Militärrat zufolge weiter die Grundlage allen Rechts bilden.  (Quelle: imago images/Xinhua)

Shams-Eddin Kabashi, Sprecher des Transitional Military Council: Die Scharia soll dem Militärrat zufolge weiter die Grundlage allen Rechts bilden. (Quelle: Xinhua/imago images)

Der sudanesische Militärrat will weiterhin die Scharia als Rechtsgrundlage verwenden. Demonstranten fordern derweil einen neuen Rat und eine neue Regierung. 

Im Sudan soll nach dem Willen des Militärrats auch in Zukunft die Scharia die Grundlage allen Rechts bilden. Das gab der Rat am Dienstag bekannt. Die Demonstranten, die die Ablösung des Militärrats fordern, hatten sich in ihrem Forderungskatalog nicht dazu geäußert, welche Rolle islamisches Recht künftig in dem Land spielen soll.

Der Rat teilte mit, er stimme den Vorschlägen der Demonstranten zwar im Allgemeinen zu, habe aber auch viele Bedenken. Dazu gehöre der fehlende Verweis auf die Scharia als Grundlage aller Gesetze. "Das islamische Scharia-Recht und die Tradition sollten der Ursprung der Gesetzgebung sein", sagte ein Militärsprecher.

Wirklicher Machtwechsel gefordert

Am 11. April war der seit drei Jahrzehnten autoritär im Sudan herrschende Staatschef Omar al-Baschir nach monatelangen Massenprotesten von der Armee gestürzt worden. Für eine Übergangszeit von zwei Jahren wurde der Militärrat eingesetzt. Die Protestbewegung fordert jedoch einen wirklichen Machtwechsel.
 

 
Zwar wurde unter Baschir nicht durchgängig islamisches Recht angewandt, die Scharia ist aber in der sudanesischen Verfassung festgeschrieben. Nach Angaben von Frauenrechtsgruppen führte das dazu, dass tausende Frauen wegen angeblich "unzüchtigen Verhaltens" ausgepeitscht wurden.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur AFP

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