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USA – Nach Angriff in Charlottesville: Neonazi zu lebenslänglich verurteilt

Nach Angriff in Charlottesville  

Neonazi zu lebenslänglich plus 419 Jahre Haft verurteilt

16.07.2019, 07:44 Uhr | AFP

USA – Nach Angriff in Charlottesville: Neonazi zu lebenslänglich verurteilt. James Alex Fields Jr.: Der verurteilte Charlottesville-Täter hat bei einer Demonstration eine Frau getötet und mehrere weitere Personen verletzt. (Quelle: AP/dpa/Steve Helber)

James Alex Fields Jr.: Der verurteilte Charlottesville-Täter hat bei einer Demonstration eine Frau getötet und mehrere weitere Personen verletzt. (Quelle: Steve Helber/AP/dpa)

Vor zwei Jahren war ein Mann in Charlottesville bei einer Demonstration mit einem Auto in die Menge gerast. Eine Frau starb, Dutzende weitere Menschen wurden verletzt. Nun ist das Strafmaß verkündet worden.

Ein bereits zu lebenslanger Haft verurteilter Neonazi ist in den USA zu lebenslänglich plus 419 Jahren Haft verurteilt worden. Ein Gericht im Bundesstaat Virginia verhängte diese Strafe am Montag gegen den 22-jährigen James Alex Fields. Er war im August 2017 am Rande einer Neonazi-Demo in Charlottesville mit einem Auto in eine Gruppe von Gegendemonstranten gerast und hatte eine Frau getötet und 29 weitere Menschen verletzt.

Wegen des Mordes an der 32-jährigen Gegendemonstrantin war Fields bereits im vergangenen Dezember von einem Geschworenengericht für schuldig befunden worden. Ende Juni wurde er bereits wegen 29 Hassverbrechen zu lebenslanger Haft verurteilt. Fields war in dem Verfahren der Todesstrafe entgangen, weil er sich schuldig bekannt hatte.

Rassistische Parolen bei Demonstration

Fields war aus seiner Heimatstadt Maumee im Bundesstaat Ohio nach Charlottesville gefahren, um an dem Marsch von Rechtsextremisten am 12. August 2017 teilzunehmen. Auf im Prozess gezeigten Videoaufnahmen war zu sehen, wie er sich an rassistischen, antisemitischen und homophoben Sprechchören beteiligte.

Monate zuvor hatte der junge Mann Bilder auf Instagram hochgeladen, auf denen ein Auto in Demonstranten rast. Die Anklage sah darin den Beweis, dass seine Tat geplant war.


Der Aufmarsch von Neonazis und anderen Rassisten in Charlottesville hatte weltweit für Schlagzeilen gesorgt – auch deshalb, weil US-Präsident Donald Trump kurz danach das Verhalten von Rechtsextremisten und Gegendemonstranten gleichsetzte und von "Gewalt auf vielen Seiten" sprach.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur afp

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