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Nato soll an militärischem Plan für nächste Corona-Welle arbeiten

Laut Medienbericht  

Nato soll an Plan für zweite Corona-Welle arbeiten

02.05.2020, 19:37 Uhr | dpa

Nato soll an militärischem Plan für nächste Corona-Welle arbeiten. Nato-Generalsekretär: Jens Stoltenberg und sein Bündnis stehen in der Corona-Krise vor großen Herausforderungen. (Quelle: imago images)

Nato-Generalsekretär: Jens Stoltenberg und sein Bündnis stehen in der Corona-Krise vor großen Herausforderungen. (Quelle: imago images)

Die Nato will sich für die nächste Corona-Welle im Herbst offenbar besonders wappnen. Laut einem Medienbericht arbeite das Bündnis an einem militärischen Operationsplan. Von dessen Gelingen hängt für die Nato viel ab.

Die Nato will sich nach "Spiegel"-Informationen mit einem militärischen Operationsplan für eine zweite Corona-Welle im Herbst wappnen. Nato-Oberbefehlshaber Todd Wolters solle den Plan bis zu Beratungen der Verteidigungsminister Ende Juni vorlegen, meldete das Nachrichtenmagazin am Samstag unter Bezug auf Beschlüsse des Nordatlantikrats diese Woche.

Nato hält sich noch zurück

Die Nato erklärte der Deutschen Presse-Agentur zu dem Bericht, das Bündnis überprüfe laufend die Reaktion auf die Covid-19-Pandemie und diskutiere die nächsten Schritte. Schon bei der Videoschalte der Verteidigungsminister am 15. April seien die mittel- und langfristigen Auswirkungen und die Vorbereitung darauf besprochen worden. Bei der nächsten Ministerrunde im Juni werde dies fortgesetzt.


"Es ist zu früh, jetzt schon Schlüsse zu ziehen, aber es ist klar, dass wir die Widerstandskräfte unserer Gesellschaften stärken, besser für künftige Pandemien planen, unsere kritische Industrie schützen und die Planungen für eine fortlaufende Geschäftstätigkeit verbessern müssen", hieß es in der Stellungnahme.

Stoltenbergs Warnung

Der "Spiegel" meldete unter Berufung auf Nato-Diplomaten, die Gefahr durch Virus-Pandemien habe man bisher zu wenig als Sicherheitsrisiko betrachtet. Generalsekretär Jens Stoltenberg habe intern eine besser abgestimmte Reaktion auf eine zweite Corona-Welle zum Lackmustest für Glaubwürdigkeit und Zusammenhalt der Allianz erklärt. Im Nordatlantikrat sei bemängelt worden, dass Widersacher der Allianz wie China oder Russland die zu langsame Reaktion des Bündnisses im Frühjahr strategisch genutzt hätten.

Stoltenberg hat auch öffentlich vor Negativfolgen der Corona-Krise für die Sicherheit der Bündnisstaaten gewarnt. Der erwartete wirtschaftliche Abschwung könnte einige Nato-Staaten angreifbarer machen und empfänglicher für den Verkauf kritischer Infrastruktur. Dies könne langfristig Auswirkungen auf die Sicherheit der Länder und die Reaktion im Krisenfall haben.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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