HomePolitikAusland

Brasilien: Präsident Bolsonaro bezeichnet Ex-Justizminister als "Judas"


Schlagzeilen
AlleAlle anzeigen

Symbolbild für einen TextDeutsche haben weniger Lust zu arbeitenSymbolbild für einen TextBayern: Tausende Liter Öl fließen in BachSymbolbild für einen TextPromi-Bergsteigerin im Himalaya vermisstSymbolbild für einen TextGareth Southgate: Wegen Jamal Musiala – England-Coach attackiert DFBSymbolbild für einen TextCorona-Zahlen steigen in München rasantSymbolbild für ein VideoAutobahnbrücke in China eingestürztSymbolbild für einen TextGepard beißt deutschen SchülerSymbolbild für einen TextSonde kracht in Google-SucheSymbolbild für einen TextKult-Currywurstbude öffnet wiederSymbolbild für einen TextMelanie Müller bricht Auftritt abSymbolbild für einen TextStadt will Russland mit Trick enteignenSymbolbild für einen Watson TeaserRTL-Star äußert sich nach TV-DemütigungSymbolbild für einen TextDampflok bis ICE – Faszination Eisenbahn

Bolsonaro bezeichnet Ex-Justizminister als "Judas"

Von dpa
Aktualisiert am 03.05.2020Lesedauer: 2 Min.
Jair Bolsonaro: Der brasilianische Präsident liegt im Clinch mit dem ehemaligen Justizminister.
Jair Bolsonaro: Der brasilianische Präsident liegt im Clinch mit dem ehemaligen Justizminister. (Quelle: Agencia EFE/imago-images-bilder)
Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo

In Brasilien herrscht Eiszeit zwischen Präsident Bolsonaro und dem jüngst zurückgetretenen Justizminister. Bolsonaro überzog den Richter jetzt mit schweren Vorwürfen.

Der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro hat seinen ehemaligen Justizminister Sergio Moro öffentlich als "Judas" bezeichnet. "Der Judas, der heute aussagen wird, hat eingegriffen, damit nicht ermittelt wird?", schrieb der Rechtspopulist am Samstag auf Twitter. Er spielte damit auf den Messerangriff gegen seine Person im Wahlkampf 2018 an, für den die Bundespolizei einen Einzeltäter ausgemacht hatte.

Als Bolsonaro kurz nach seiner Wahl im Oktober 2018 den prominenten Untersuchungsrichter Moro in sein Kabinett holte, galt dies noch als Coup. Moro hatte die Ermittlungen zu dem größten Korruptionsskandal Lateinamerikas ("Lava Jato") maßgeblich vorangetrieben. Im Jahr 2017 verurteilte er den linken Ex-Präsidenten Luiz Inácio Lula da Silva, der in den Umfragen führte, in erster Instanz wegen Bestechlichkeit zu einer Freiheitsstrafe und machte damit den Weg für Bolsonaro frei.

Verhärtete Fronten zwischen ehemals Verbündeten

Inzwischen sind die Fronten zwischen den ehemals Verbündeten verhärtet. Moro sagte vor der Bundespolizei in Curitiba ab Samstagnachmittag (Ortszeit) acht Stunden lang zu seinen Vorwürfen gegen Bolsonaro aus. Der Minister hatte vor knapp einer Woche seinen Rücktritt erklärt, weil Bolsonaro den Chef der Bundespolizei und Vertrauten Moros, entlassen hatte. Moro warf Bolsonaro vor, illegal Einfluss auf die Bundespolizei nehmen zu wollen. Deren Untersuchungen könnten zwei politisch aktive Söhne Bolsonaros belasten.

Ein Richter am Obersten Gericht genehmigte darauf Ermittlungen gegen Bolsonaro, die theoretisch zu einem Amtsenthebungsverfahren führen könnten. Er hatte die Frist, in der Moro aussagen musste, zunächst auf 60 Tage angesetzt, verkürzte sie aber auf Antrag der Opposition auf fünf Tage. Unterstützer beider Seiten hatten sich seit dem Morgen vor dem Gebäude der Bundespolizei versammelt. Zwischen den beiden Gruppen kam es mehrfach zu Handgemengen, die Polizei griff ein.

Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo
Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...

ShoppingAnzeigen

Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
"Auf diesen Moment wartet Putin"
  • Marc von Lüpke-Schwarz
Von Marc von Lüpke und Florian Harms
BrasilienJair BolsonaroTwitter
Aktuelles zu den Parteien

Politik international




t-online - Nachrichten für Deutschland
t-online folgen
FacebookTwitterInstagramYouTubeSpotify

Das Unternehmen
Ströer Digital PublishingJobs & KarrierePresseWerbenKontaktImpressumDatenschutzhinweiseDatenschutzhinweise (PUR)Jugendschutz



Telekom
Telekom Produkte & Services
KundencenterFreemailSicherheitspaketVertragsverlängerung FestnetzVertragsverlängerung MobilfunkHilfeFrag Magenta


TelekomCo2 Neutrale Website