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BBC-Reporter Aung Thura in Myanmar verschleppt – "Sind äußerst besorgt"

Einschränkung der Pressefreiheit  

BBC-Reporter in Myanmar verschleppt

19.03.2021, 16:29 Uhr | AFP

BBC-Reporter Aung Thura in Myanmar verschleppt – "Sind äußerst besorgt". Proteste in Myanmar: Seit Anfang Februar starben dort rund 220 Menschen bei Demonstrationen. (Quelle: AP/dpa)

Proteste in Myanmar: Seit Anfang Februar starben dort rund 220 Menschen bei Demonstrationen. (Quelle: AP/dpa)

Nachdem in Myanmar ein dpa-Journalist als vermisst gemeldet wurde, berichtet auch der Nachrichtensender BBC von der Verschleppung eines Reporters. Das Militär geht hart gegen die Pressefreiheit vor.

Ein Journalist der britischen BBC in Myanmar ist nach Angaben des Senders von Unbekannten verschleppt worden. "Wir sind äußerst besorgt wegen unseres BBC-News-Reporters Aung Thura, der von unbekannten Männern mitgenommen wurde", teilte die BBC im Nachrichtendienst Twitter mit. Der myanmarische BBC-Mitarbeiter arbeitete für das lokale Programm des Senders.

Wie kam es zum Militärputsch in Myanmar? In Myanmar hat das ohnehin einflussreiche Militär Anfang Februar die Kontrolle übernommen und die zivile Regierung von Aung San Suu Kyi entmachtet. Die Militärs begründen das mit angeblichem Wahlbetrug bei der Wahl vom November, die die Partei der früheren Freiheitsikone Suu Kyi haushoch gewonnen hatte. Belege gibt es nicht. Seitdem kommt es regelmäßig zu Protesten in dem Land, gegen die die Polizei immer massiver vorgeht.

Nach Angaben der myanmarischen Nachrichtenwebsite Mizzima wurde auch einer ihrer Reporter, Than Htike Aung, zusammen mit Aung Thura in Naypyidaw "festgenommen". Die BBC rief die Behörden in Myanmar auf, dabei zu helfen, den Kontakt zu ihrem vermissten Reporter herzustellen und zu bestätigen, "dass er in Sicherheit ist".

Massiv eingeschränkte Pressefreiheit

Seit dem Militärputsch am 1. Februar befindet sich Myanmar in Aufruhr. Gegen die Proteste zehntausender Menschen geht die Junta brutal vor. Laut örtlichen Organisationen wurden seit dem Putsch mehr als 220 Menschen getötet.

Die Militärführung schränkt auch die Pressefreiheit massiv ein. Sie entzog fünf unabhängigen Medien die Sendelizenz und ließ Redaktionen durchsuchen. Mehr als 30 Journalisten wurden nach Angaben der Hilfsorganisation für politische Gefangene (AAPP) festgenommen worden, von denen mindestens 18 noch immer willkürlich festgehalten würden.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur AFP

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