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Zehn Tote in ├╝berf├╝lltem Migrantenboot vor Libyen

Von dpa
Aktualisiert am 17.11.2021Lesedauer: 2 Min.
Ein Rettungsboot schwimmt hinter einem v├Âllig ├╝berf├╝llten Fl├╝chtlingsboot.
Ein Rettungsboot schwimmt hinter einem v├Âllig ├╝berf├╝llten Fl├╝chtlingsboot. (Quelle: Candida Lobes/├ärzte ohne Grenzen/dpa./dpa)
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Rom (dpa) - In einem v├Âllig ├╝berf├╝llten Fl├╝chtlingsboot vor der K├╝ste Libyens haben Seenotretter nach eigenen Angaben neben 99 ├ťberlebenden auch zehn tote Menschen entdeckt.

Die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen nahm am gestern Nachmitag mit ihrem Schiff "Geo Barents" die Migranten an Bord, wie sie in der Nacht bei Twitter mitteilte. Dabei fanden die Retter am Boden den Holzbootes, das rund 30 Meilen (rund 56 Kilometer) von den libyschen Küste entfernt war, die zehn Leichen.

Die Menschen seien auf dem Meer nach 13 Stunden erstickt, schrieb die internationale Hilfsorganisation. "10 vermeidbare Tote. So wie die anderen 1225, die seit Beginn des Jahres beim ├ťberqueren des Mittelmeers ihr Leben verloren haben", hie├č es in einem Tweet zu der Aktion. "Wie k├Ânnen wir so etwas nun akzeptieren im Jahr 2021?"

Nach mehreren Eins├Ątzen bef├Ąnden sich nun 186 Menschen an Bord der "Sea Barents", darunter Frauen und Kinder. Ein gerettetes Baby sei erst zehn Monate alt.

Hoffnung auf ein besseres Leben

Viele Menschen wagen die gef├Ąhrliche ├ťberfahrt von Nordafrika Richtung Italien, weil sie aus ihren L├Ąndern fliehen und sich in Europa ein besseres Leben erhoffen. Sie werden dabei oft von privaten Seenotrettern - auch aus Deutschland - entdeckt und aus ihren Booten geholt. Danach versuchen die Organisationen, an einem sicheren Hafen anzulegen und die Migranten an Land zu bringen.

Aus Sicht von Kritikern w├Ąre es besser, wenn kriminelle Schlepper gar nicht erst so viele Menschen in Seenot bringen w├╝rden. Die Seenotretter stehen bei manchen EU-Innenministern unter Verdacht, mit libyschen Schleusern zusammenzuarbeiten. Die Seenotretter geben dagegen an, dass sie sich ohne Abstriche an internationale Gesetze hielten.

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