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US-Angriff: Keine Strafen nach Tod von Zivilisten in Kabul

Von dpa
Aktualisiert am 14.12.2021Lesedauer: 2 Min.
Szene nach dem US-Drohnenangriff Ende August 2021 in Kabul.
Szene nach dem US-Drohnenangriff Ende August 2021 in Kabul. (Quelle: Khwaja Tawfiq Sediqi/AP/dpa./dpa)
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Washington (dpa) - Die Verantwortlichen f├╝r einen US-Drohnenangriff, bei dem Ende August in Kabul zehn Zivilisten get├Âtet wurden, m├╝ssen nicht mit einer Bestrafung rechnen.

In einem Untersuchungsbericht, den Verteidigungsminister Lloyd Austin nach Angaben seines Ministeriums bereits gebilligt hat, werden keine disziplinarischen Schritte empfohlen. Ministeriumssprecher John Kirby sagte am Montag (Ortszeit) in Washington, es sei nicht davon auszugehen, dass es im Zusammenhang mit dem Luftschlag um pers├Ânliche Rechenschaftspflicht gehen werde.

Die "New York Times" hatte zuvor schon berichtet, es werde f├╝r den t├Âdlichen Vorfall keinerlei Strafen geben. Bei dem Angriff am 29. August waren kurz vor dem Abzug der letzten US-Soldaten aus Afghanistan drei M├Ąnner und sieben Kinder in einem Auto get├Âtet worden. Darin sa├čen nach US-Medienberichten ein langj├Ąhriger Besch├Ąftigter der US-Hilfsorganisation Nutrition & Education International (NEI) sowie Angeh├Ârige. Mitte August hatten die militant-islamistischen Taliban die Macht in dem Land ├╝bernommen.

Die Hilfsorganisation bezeichnete die Entscheidung als "schockierend". "Wie kann unser Milit├Ąr irrt├╝mlich das Leben zehn wertvoller afghanischer Menschen nehmen und niemanden in irgendeiner Weise zur Rechenschaft ziehen?", zitierten US-Medien aus einer Erkl├Ąrung. Die US-Streitkr├Ąfte hatten Mitte September von einem "tragischen Fehler" gesprochen. Austin entschuldigte sich und ordnete die Untersuchung an.

Das US-Milit├Ąr hatte urspr├╝nglich mitgeteilt, in dem Fahrzeug habe sich "eine gro├če Menge Sprengstoff" befunden, deren Explosion wom├Âglich zu weiteren Opfern gef├╝hrt habe. Im November erkl├Ąrte es dann, dass der Untersuchung zufolge nicht gegen geltendes Recht versto├čen worden sei, auch nicht gegen Kriegsrecht. "Fehler bei der Ausf├╝hrung in Verbindung mit Best├Ątigungsfehlern und Kommunikationspannen f├╝hrten zu bedauerlichen Opfern unter der Zivilbev├Âlkerung", hie├č es damals.

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