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Nordkorea will erneut Hyperschallrakete getestet haben

Von dpa
Aktualisiert am 06.01.2022Lesedauer: 2 Min.
Testabschuss einer Hyperschallrakete durch die Koreanische Akademie f├╝r Verteidigungswissenschaften.
Testabschuss einer Hyperschallrakete durch die Koreanische Akademie f├╝r Verteidigungswissenschaften. (Das Bild wurde von der staatlichen nordkoreanischen Nachrichtenagentur KCNA zur Verf├╝gung gestellt. Sein Inhalt kann nicht eindeutig verifiziert werden.). (Quelle: -/KCNA/dpa./dpa)
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Seoul (dpa) - Die selbst erkl├Ąrte Atommacht Nordkorea hat eigenen Angaben zufolge erneut erfolgreich eine Hyperschallrakete getestet.

Bei dem Test durch die Akademie f├╝r Verteidigungswissenschaft am Mittwoch habe die Rakete pr├Ązise ein vorher festgelegtes Ziel in 700 Kilometer Entfernung getroffen, berichteten die Staatsmedien am Donnerstag.

Zusammen mit vorherigen Erfolgen bei Tests von Hyperschallraketen sei dies von "strategischer Bedeutung". Mit Hyperschall werden Geschwindigkeiten oberhalb der f├╝nffachen Schallgeschwindigkeit bezeichnet, also etwa 6180 Kilometer pro Stunde. Waffen dieser Art k├Ânnen deshalb nur schwer abgefangen werden.

Zweiter Test in vier Monaten

Sollte sich die Darstellung aus Pj├Ângjang best├Ątigen, w├Ąre es wohl der zweite Test einer solchen Rakete durch Nordkorea innerhalb von vier Monaten. Im September hatte das Land damaligen Berichten nordkoreanischer Medien zufolge eine Hyperschallrakete vom Typ Hwasong-8 aus der n├Ârdlichen Provinz Chagang abgefeuert.

Die Nachbarl├Ąnder S├╝dkorea und Japan hatten am Mittwoch mitgeteilt, Nordkorea habe wahrscheinlich eine ballistische Testrakete ins Japanische Meer (koreanisch: Ostmeer) abgefeuert. Genauere Angaben dazu wurden nicht gemacht. UN-Resolutionen verbieten Nordkorea Tests mit solchen Raketen, die je nach Bauart einen Atomsprengkopf tragen k├Ânnen. Wie ballistische Raketen k├Ânnen auch Hyperschallraketen potenziell Nuklearwaffen tragen.

Berlin verurteilt Test

Das Ausw├Ąrtige Amt in Berlin teilte mit: "Die Bundesregierung verurteilt den Test einer ballistischen Rakete durch Nordkorea in aller Deutlichkeit." Der Test sei ein schwerwiegender Versto├č gegen die Resolutionen des UN-Sicherheitsrats "und gef├Ąhrdet auf diese Weise die internationale und regionale Sicherheit und Stabilit├Ąt". Nordkorea sei zur vollst├Ąndigen, unumkehrbaren und ├╝berpr├╝fbaren Beendigung seiner Programme zur Entwicklung von Massenvernichtungswaffen und ballistischen Raketen verpflichtet.

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Verhandlungen stocken

Die politisch weitgehend isolierte F├╝hrung in Pj├Ângjang treibt seit Jahren die Entwicklung von Raketen voran, die nicht nur S├╝dkorea und Japan treffen, sondern auch Atomsprengk├Âpfe bis in die USA tragen k├Ânnten. Das Land hat sich selbst zu einer Atommacht erkl├Ąrt. Sein Status wird aber vor dem Hintergrund der Verhandlungen ├╝ber sein Atomwaffenprogramm eher offen gehalten. Die Verhandlungen der USA mit Nordkorea kommen allerdings seit fast drei Jahren nicht mehr voran.

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