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Irans PrÀsidentengattin Fan von Michelle-Obama-Buch

Von dpa
21.01.2022Lesedauer: 2 Min.
Die Biografie der ehemaligen First Lady der USA, Michelle Obama, wurde ein Weltbestseller.
Die Biografie der ehemaligen First Lady der USA, Michelle Obama, wurde ein Weltbestseller. Das findet Nachahmerinnen. (Quelle: Uncredited/Netflix/AP/dpa./dpa)
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Teheran (dpa) – Die Ehefrau von Irans PrĂ€sident Ebrahim Raisi plant ein Ă€hnliches Buch zu schreiben wie das der ehemaligen First Lady aus den USA, Michelle Obama.

"Ich habe vor kurzem das Buch ("Becoming") gelesen und fand es sehr schön, aufregend und beeindruckend", sagte Dschamileh Alamolhoda laut iranischen Medien am Freitag. Daraufhin habe sie ihrem Mann einige Passagen aus dem Buch vorgelesen und der habe ihr dann geraten, ein Àhnliches Buch zu schreiben.

FĂŒr den Iran sind die USA seit der islamischen Revolution vor fast 43 Jahren der politische Erzfeind. Genau so lange haben die beiden LĂ€nder keine diplomatischen Beziehungen. Daher kamen die positiven Aussagen der PrĂ€sidentengattin zu Michelle Obamas Buch, das im Iran mehrmals ĂŒbersetzt worden ist und zu den Bestsellern gehört, als sehr ĂŒberraschend.

Keine "Cinderella-Geschichte"

Michelle Obamas Autobiografie erschien am 13. November weltweit zeitgleich. Auf 421 Seiten beschreibt die heute 58 Jahre alte Ehefrau von Ex-PrĂ€sident Barack Obama ihren Werdegang - von der Kindheit im rauen SĂŒden Chicagos bis ins Weiße Haus. Das Buch wurde zu einem weltweiten Bestseller.

Ihr Buch solle, anders als das von Obama, keine "Cinderella-Geschichte" von einem normalen MÀdchen werden, das es bis zur First Lady der USA geschafft habe. Sie wolle vielmehr der Welt eine islamische Version davon vorstellen - und den Idealen iranischer Musliminnen. "Die höchste Errungenschaft der islamischen Revolution ist ja das Martyrium", so die PrÀsidentengattin. Daher wolle sie sich auch von Frauen, deren EhemÀnner den MÀrtyrertod gestorben seien, inspirieren lassen, so die 57-JÀhrige laut Nachrichtenportal Schafaghna.

Die iranische First Lady ist die Tochter des einflussreichen Klerikers Ahmad Alamolhoda, der in politischen Kreisen als Hardliner eingestuft wird. Ihr Mann gilt als ultra-konservativ. Er versucht, den Iran als einen modernen islamischen Staat darzustellen. Seine Frau will sich fĂŒr Frauenangelegenheiten engagieren, aber alles in einem streng islamischen Rahmen.

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