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Vierte Krawall-Nacht in Folge in Spanien wegen Haft für Rapper

Von dpa
20.02.2021Lesedauer: 1 Min.
Spanische Bereitschaftspolizisten laufen an brennenden Mültonnen in der Stadt Gerona vorbei. Die Proteste gegen die Festnahme des Rappers wegen Beleidigung des Königshauses dauern vier Tage an.
Spanische Bereitschaftspolizisten laufen an brennenden Mültonnen in der Stadt Gerona vorbei. Die Proteste gegen die Festnahme des Rappers wegen Beleidigung des Königshauses dauern vier Tage an. (Quelle: Glòria Sánchez/dpa-bilder)
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Noch immer hören die Krawalle in Spanien nicht auf: In mehreren Städten gab es gewalttätige Proteste gegen die Verurteilung des Rappers Pablo Hasél.

Die vierte Nacht in Folge hat es in mehreren Städten Spaniens am Freitagabend gewalttätige Proteste gegen die Inhaftierung des Rappers Pablo Hasél gegeben. Der 32-Jährige, der mit bürgerlichem Namen Pablo Rivadulla Duró heißt, war am Dienstag festgenommen worden, nachdem er sich geweigert hatte, eine neunmonatige Haftstrafe anzutreten. Der Musiker war zuvor wegen Beleidigung des Königshauses und wegen Verherrlichung von Gewalt verurteilt worden.

Proteste gab es am Freitag vor allem in der katalanischen Hauptstadt Barcelona sowie in anderen Städten dieser Region im Nordosten Spaniens, in der Hasél geboren wurde. Hunderte Demonstranten schoben im Zentrum von Barcelona erneut Müllcontainer zu Barrikaden zusammen und setzten sie in Brand. Sie plünderten nach Medienberichten auch einige Geschäfte. Zudem wurden die Polizisten mit Steinen, Flaschen und anderen Gegenständen beworfen. Die Beamten gingen mit ihren Schlagstöcken mehrfach gegen die Kundgebungsteilnehmer vor.

In Barcelona seien vier Demonstranten festgenommen worden, in Girona weitere zwei, berichtete der TV-Sender RTVE unter Berufung auf die katalanischen Behörden. Die Proteste gingen bis kurz vor Mitternacht.

Regierung räumt "Defizite" ein

In der Debatte über die umstrittene Verurteilung des Rappers hatte Ministerpräsident Pedro Sánchez zuvor am Freitag Defizite eingeräumt. Die spanische Demokratie habe die "anstehende Aufgabe, die freie Meinungsäußerung zu erweitern und zu verbessern", sagte der sozialistische Politiker in Mérida. Zugleich kritisierte er die gewalttätigen Protesten: "In einer vollständigen Demokratie wie der spanischen ist Gewalt inakzeptabel."

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Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
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