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RKI: Herbstwelle bei Corona-Infektionen in Deutschland flacht leicht ab


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RKI: Corona-Herbstwelle flacht leicht ab

Von dpa
Aktualisiert am 21.10.2022Lesedauer: 2 Min.
Die Corona-Herbstwelle ist da: Viele Menschen sind unsicher, wie zuverlässig Corona-Selbsttests sind.
Die Corona-Herbstwelle ebbt nach Angaben des RKI langsam ab. (Quelle: Philipp von Ditfurth/dpa)
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Noch steigen die Corona-Infektionszahlen, aber das RKI sieht ein mögliches Ende der Herbstwelle. Auch bei den Arztbesuchen gibt es einen Trend nach unten.

Mehrere Kennzahlen deuten darauf hin, dass sich die Corona-Herbstwelle in der vergangenen Woche etwas abgeflacht hat. So ist die bundesweite Corona-Inzidenz nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) in der vergangenen Woche deutlich weniger stark gestiegen als zuletzt.

Die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen binnen sieben Tagen pro 100.000 Einwohner nahm in der vergangenen Woche im Vergleich zur Vorwoche um acht Prozent zu, wie das RKI in seinem Corona-Wochenbericht am Donnerstagabend schrieb. Eine Woche zuvor hatte der Anstieg noch bei 28 Prozent gelegen, zwei Wochen vorher sogar bei 54 Prozent.

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz am Freitagmorgen mit 644,5 angegeben. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.00 Uhr wiedergeben. Am Vortag hatte der Wert der Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche bei 661,3 gelegen (Vorwoche: 760,1; Vormonat: 264,3).

Allerdings liefern die Inzidenzen nur ein unvollständiges Bild der Infektionslage. Experten gehen seit einiger Zeit von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Fälle aus.

Noch herrscht die Sublinie BA.5 vor

Wie schon in den Wochen zuvor gehen laut einer Stichprobe fast alle Corona-Ansteckungen hierzulande auf die Omikron-Sublinie BA.5 zurück. Seit Wochen liegen deren Anteile bei 95 bis 97 Prozent, laut aktuellem Bericht sind es 96 Prozent. Die im Wochenbericht enthaltenen Daten zu nachgewiesenen Varianten beziehen sich jeweils auf die vorvergangene Woche.

Das RKI betont weiterhin die Bedeutung der Impfung zum Schutz vor schweren Infektionsverläufen und weist auf die Empfehlung der Ständigen Impfkommission hin, Booster-Impfungen bevorzugt mit einem Varianten-angepassten Impfstoff vorzunehmen. Die EU-Arzneimittelbehörde EMA hatte am Mittwoch den Einsatz eines weiteren an zwei Omikron-Varianten angepassten Corona-Impfstoffs des Herstellers Moderna empfohlen. Bisher sind in der EU drei solcher Varianten-Impfstoffe zugelassen.

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Anstieg bei Arztbesuchen ebenfalls geringer

Ebenfalls am Mittwoch hatte die EMA die Zulassung von zwei Corona-Impfstoffen der Hersteller Pfizer/Biontech und Moderna für Babys ab sechs Monaten empfohlen. Beide Impfstoffe sind bereits für Erwachsene und Kinder ab fünf beziehungsweise sechs Jahren zugelassen. Die Dosen für Babys und Kleinkinder sind deutlich niedriger. Bisher empfiehlt die Ständige Impfkommission die Corona-Impfung für gesunde Kinder erst ab fünf Jahren.

Etwa 425.000 Mal seien die Menschen in der vergangenen Woche mit einer Corona-Infektion und Symptomen einer akuten Atemwegserkrankung zum Arzt gegangen, heißt es im RKI-Bericht weiter. Eine Woche zuvor gab es demnach etwa 400.000 solcher Arztbesuche. Der zuletzt verzeichnete deutliche Anstieg dieser Werte habe sich ebenfalls abgeflacht, schrieb das RKI. Eine Ausnahme bilde die Gruppe der 60- bis 79-Jährigen.

Bei Kindern im Alter von 5 bis 14 Jahren sank die Zahl der Arztbesuche mit einer Corona-Infektion und Symptomen einer akuten Atemwegserkrankung. "Möglicherweise steht dies auch im Zusammenhang mit den Herbstferien in vielen Bundesländern", schreibt das RKI. In der Altersgruppe der 10- bis 14-Jährigen verzeichnete das RKI auch einen Rückgang der Sieben-Tage-Inzidenz. Bereits in der Woche zuvor habe es hier eine sinkende Tendenz gegeben.

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Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
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