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Björn Höcke nennt Holocaust-Mahnmal-Nachbildung "terroristisch"

"Kriminelle Vereinigung"  

Für Höcke sind die Mahnmal-Aktivisten "Terroristen"

26.11.2017, 18:55 Uhr | dpa , t-online.de

Höcke bekommt eigenes "Denkmal der Schande"

Der AfD-Politiker hatte einst das Holocaust-Mahnmal in Berlin abgewertet.

"Denkmal der Schande": Im November 2017 bekam AfD-Politiker Björn Höcke von Aktivisten sein ganz eigenes Mahnmal - direkt an seinem Wohnhaus. (Quelle: t-online.de)


Als Reaktion auf eine umstrittene Rede Björn Höckes bauen Aktivisten eine Nachbildung des Holocaust-Mahnmals vor das Haus des AfD-Politikers. Der nennt sie deshalb "Terroristen".

Der Thüringer AfD-Chef Björn Höcke hat sich erstmals öffentlich über den Mahnmal-Nachbau neben seinem Haus geäußert und die Aktion scharf verurteilt. "Wer so etwas tut, ist in meinen Augen ein Terrorist", sagte Höcke mehreren Youtube-Videos zufolge am Samstag bei einer Konferenz des rechtspopulistischen "Compact"-Magazins in Leipzig. Deshalb sei das "Zentrum für politische Schönheit" (ZPS) keine Künstlergruppe. "Sie ist eine kriminelle Vereinigung. Ja, sie ist eine terroristische Vereinigung."

Seine Familie sei über elf Monate hinweg überwacht worden, sagte Höcke. Dies sei ein tiefer Eingriff "in das Schamgefühl eines Menschen". Gleichzeitig beklagte Höcke, manch ein Parteikollege hätte sich deutlicher an seine Seite stellen können.

Die ZPS-Aktivisten haben das angemietete Grundstück im thüringischen Bornhagen unterdessen verlassen und das Mahnmal für die Öffentlichkeit geschlossen. Man fühle sich dort nach anonymen Drohungen gegen einzelne Mitglieder der Gruppe nicht mehr sicher, hatte der künstlerische Leiter Philipp Ruch am Freitag gesagt. Am Montag wolle man zurück aufs Gelände und das Mahnmal wieder öffnen.

Das "Zentrum für politische Schönheit" (ZPS) hatte am Mittwoch aus Protest gegen eine umstrittene Rede Höckes eine Nachbildung des Berliner Holocaust-Mahnmals auf einem Nachbargrundstück in Bornhagen enthüllt. Nach eigenen Angaben beobachtet das ZPS den Thüringer Partei- und Fraktionsvorsitzenden seit Monaten.

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