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Rechtsextremismus: Wie Rechte den "Info-Krieg" führen – versteckte Botschaft


Video zeigt: Wie dieser Mann einen Rassenkrieg anzetteln will

  • Nicolas Lindken
Von Martin Trotz, Nicolas Lindken

Aktualisiert am 08.03.2020Lesedauer: 2 Min.
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Der Gesprächspartner muss auf jede unserer Fragen antworten. Anschließend bekommt er seine Antworten vorgelegt und kann sie autorisieren.

Dieser Mann führt einen Krieg: Hier entschlüsselt Buchautor Patrick Stegemann an Beispielen die versteckten Botschaften, welche Gefahr dahinter steckt und erklärt, was die Lösung dafür ist. (Quelle: t-online)
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Es geht um Informationen und Emotionen: Sie geben sich harmlos und vermitteln gezielt ihre Botschaften. Welche reale Gefahr dahinter lauert und was das Mittel dagegen ist, entlarvt ein Buchautor im Video bei t-online.de.

"Was kann man heute gegen die Todesdiktatur tun?" So beginnt ein Kommentar in einem sozialen Netzwerk unter einem Beitrag von Martin Sellner. Der Aktivist der rechtsextremen Identitären Bewegung beschwert sich darin, dass seine Gruppierung vom Verfassungsschutz beobachtet wird und spricht von "Lügen und Wahn". Besagter Nutzer will dagegen etwas tun: Um "den Krieg zu gewinnen", müsse man anfangen, "auch Schlachten zu gewinnen".

"Das zeigt, welche emotionale Dynamik da entwickelt wird – und die soll natürlich auch entwickelt werden", sagt Patrick Stegemann im Video-Interview mit t-online.de. Der Journalist und Buchautor hat sich in den digitalen Untergrund begeben und über eine lange Zeit dort recherchiert. Er sieht nicht nur in diesem Aufruf zur Gewalt eine reale Gefahr. Dass die besteht, sei an den Terrortaten der letzten Monate in Christchurch, Halle oder Hanau zu sehen.

Dabei geht es um den "Info-Krieg" und "Emo-Krieg". Was dahinter steckt, sehen Sie oben im Video oder hier.

Angriff mit drastischem Ziel

"Die Identitären versuchen etwas, was zuvor schon Islamisten probiert haben, nämlich aus sozialen Netzwerken wie Telegram eine Radikalisierungsplattform zu bauen." Auch andere Plattformen würden dabei eine Riesenverantwortung tragen, diese aber häufig nicht wahrnehmen. Das Gefährliche: Ohne Beobachtung und Moderation würde häufig die Kommunikation eskalieren. Und so mündet laut Stegemann die Eskalation der Worte in der Eskalation der Taten.

Das Ziel der extremen Rechten sei es letztlich, aus Wut, Angst und Hass eine emotionale Dynamik zu entfalten, die das System zersetzt und angreift. "Die Rechte hat mit den sozialen Medien ein Werkzeug in die Hand bekommen, auf das sie immer nur hoffen konnte", sagt Stegemann und fügt an: "Sie erzählt eine besonders emotionale Geschichte."

Welche das ist, zeigt Stegemann anhand von drei anschaulichen Beispielen im Video oben oder hier. Darin erklärt der Buchautor, wie im sogenannten "Emokrieg" Herzen gewonnen werden sollen – und er entschlüsselt die Botschaften der Leute, die sich einem breiten Publikum in Kochanleitungen harmlos zeigen, aber auf ein drastisches Ziel aus sind. Wie sie ihren Krieg entfachen, sehen Sie im Video oben oder hier.

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Verwendete Quellen
  • Eigene Recherchen
  • Econ Verlag: "Die rechte Mobilmachung: Wie radikale Netzaktivisten die Demokratie angreifen"
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