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Kriminalstatistik: Die wahren Zahlen könnten viermal so hoch sein

Kritik an offizieller Kriminalstatistik  

Die wahren Zahlen könnten viermal so hoch sein

05.05.2018, 13:50 Uhr | ds

Kriminalstatistik: Die wahren Zahlen könnten viermal so hoch sein. Ein fiktiver Einbrecher: Viele Delikte werden gar nicht angezeigt. (Symbolbild) (Quelle: dpa/Silas Stein)

Ein fiktiver Einbrecher: Viele Delikte werden gar nicht angezeigt. (Symbolbild) (Quelle: Silas Stein/dpa)

In Deutschland soll es weit mehr Straftaten geben, als die offizielle Kriminalstatistik ausweist. Der Grund: Viele Delikte sind den Behörden gar nicht bekannt.

In wenigen Tagen stellt Innenminister Horst Seehofer die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) für das Jahr 2017 vor. Bereits vorab wurde nun bekannt, dass darin von rund 5,76 Millionen Straftaten die Rede sein soll. Doch an den offiziellen Zahlen gibt es erhebliche Zweifel. Wie das Nachrichtenmagazin Focus berichtet, soll die tatsächliche Anzahl der Straftaten deutlich darüber liegen.

André Schulz, der Vorsitzende des Bundes Deutscher Kriminalbeamter, sagte dem Blatt: „Die tatsächlichen Fallzahlen liegen weit über den in 2017 registrierten Straftaten. Die Wissenschaft geht aufgrund von Erkenntnissen aus der Dunkelfeldforschung und Hochrechnungen von jährlich mindestens 20 bis 25 Millionen Straftaten in Deutschland aus.“

Andre Schulz, Vorsitzender vom Bund Deutscher Kriminalbeamter, zweifelt an der Aussagekraft der Polizeilichen Kriminalstatistik. Aufgrund wissenschaftlicher Forschungen müsse jährlich von bis zu 25 Millionen Straftaten in Deutschland ausgegangen werden.  (Quelle: dpa/Karlheinz Schindler)Andre Schulz, Vorsitzender vom Bund Deutscher Kriminalbeamter, zweifelt an der Aussagekraft der Polizeilichen Kriminalstatistik. Aufgrund wissenschaftlicher Forschungen müsse jährlich von bis zu 25 Millionen Straftaten in Deutschland ausgegangen werden. (Quelle: Karlheinz Schindler/dpa)

Begrifflichkeiten ändern sich regelmäßig

Viele Straftaten sollen demnach gar nicht erst angezeigt worden sein und kommen damit auch nicht in der Polizeistatistik vor. Ein weiterer Kritikpunkt: Die Kriminalstatistiken unterschiedlicher Jahre seien aufgrund veränderter Definitionen nur schwer miteinander zu vergleichen.

So habe es laut einer schriftlichen Anfrage des Berliner FDP-Abgeordneten Marcel Luthe allein in den letzten zehn Jahren 245 Änderungen an Begriffen und Definitionen in den „Richtlinien für die Führung der Polizeilichen Kriminalstatistik“ des Bundeskriminalamtes gegeben, berichtet der Focus weiter. 

Verwendete Quellen:
  • Meldung beim Focus

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