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Landtagswahlen

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Bayerische Ministerpräsidenten: Blau-weiße Halbgötter

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Wilhelm Hoegner und das erste Nachkriegskabinett in Bayern, 1945 (Quelle: ullstein bild)
(Quelle: ullstein bild)

Als Nachfolger wählten die Amerikaner Wilhelm Hoegner (sitzend) aus, ebenfalls Jurist. Anders als das CSU-Mitglied Schäffer war Hoegner allerdings Sozialdemokrat. 1934 war Hoegner aus Furcht vor den Nazis ins Exil in die Schweiz gegangen und nach der deutschen Kapitulation zurückgekehrt. 1946 bildete er eine Regierung aus Mitgliedern von SPD, KPD und CSU. Für die bayerische Nachkriegsgeschichte ist er aber auch aus einem anderen Grund von Bedeutung: Als Vorsitzender des Vorbereitenden Verfassungsausschusses war Hoegner federführend für die Entstehung der neuen bayerischen Verfassung verantwortlich, die am 8. Dezember 1946 in Kraft trat. Ihre Grundlagen hatte der Exilant Hoegner bereits in seiner Zeit in der Schweiz vorbereitet, weshalb er auch als "Vater der bayerischen Verfassung" gilt. Als die Bayern ebenfalls im Dezember 1946 einen freien Landtag wählten, endete die Regierungszeit Wilhelm Hoegners: Die CSU wurde stärkste Kraft und stellte den neuen Ministerpräsidenten.


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