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Politischer Hintergrund: Briefe mit weißem Pulver an zwei Journalisten

Politischer Hintergrund  

Briefe mit weißem Pulver an zwei Journalisten

04.07.2019, 16:46 Uhr | dpa

Politischer Hintergrund: Briefe mit weißem Pulver an zwei Journalisten. WDR-Funkhaus in Köln: Zwei Journalisten des Senders haben Briefe mit weißem Pulver erhalten.

WDR-Funkhaus in Köln: Zwei Journalisten des Senders haben Briefe mit weißem Pulver erhalten. Foto: Oliver Berg. (Quelle: dpa)

Dortmund (dpa) - Zwei Journalisten, die über die rechtsextreme Szene in Dortmund berichten, haben Briefe mit weißem Pulver erhalten. Dabei handele es sich um eine ungefährliche Substanz, vermutlich Backpulver, teilte die Polizei Dortmund am Donnerstag mit.

Wegen des vermuteten politischen Hintergrunds hat die Soko "Rechts" die Ermittlungen übernommen. Einer der Briefe wurde von den unbekannten Tätern an die Privatanschrift eines Journalisten adressiert, ein zweiter an das WDR-Landesstudio in Dortmund.

Beide Journalisten berichten seit längerem über die rechtsextremistische Szene in Dortmund. Auch seien beide schon in der Vergangenheit bedroht worden, berichtete die Polizei.

Die stellvertretende Dortmunder Polizeipräsidentin Alexandra Dorndorf sagte: "Freier Journalismus ist ein wesentlicher Bestandteil unserer Demokratie. Berichterstattung durch Bedrohung von Journalisten zu beeinflussen oder gar zu verhindern, kommt einem Angriff auf die Werte der Demokratie gleich. Das nehmen wir nicht hin." Man werde alles daran setzen, die Hintergründe der Tat aufzuklären und die Freiheit des Journalismus zu gewährleisten. "Demokratiefeinden treten wir geschlossen entgegen."

Der NRW-Landesvorsitzende des Deutschen Journalisten-Verbands (DJV), Frank Stach, bezeichnete diese Haltung als vorbildlich. Allerdings sehe der DJV über den konkreten Einzelfall hinaus durchaus Handlungsbedarf. Das betreffe insbesondere den Austausch von Informationen zwischen Behörden, aber auch die Bereitschaft, selbst geringfügige Angriffe auf Journalisten konsequent zu verfolgen. "Hier ist Luft nach oben", sagte Stach. Eine WDR-Sprecherin sagte, der Sender sei in enger Abstimmung mit der Polizei. "Hierbei werden auch Schutzmaßnahmen erörtert."

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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