Sie sind hier: Home > Politik > Deutschland >

Corona-Krise: Mass wirbt für EU-Zusammenhalt

"Virus kennt keine Grenzen"  

Maas wirbt für EU-Zusammenhalt in Krise

03.04.2020, 10:57 Uhr | AFP

Corona-Krise: Mass wirbt für EU-Zusammenhalt. Bundesaussenminister Heiko Maas: Er wirbt für Zusammenhalt innerhalb der Europäischen Union.  (Quelle: imago images/Phototek)

Bundesaussenminister Heiko Maas: Er wirbt für Zusammenhalt innerhalb der Europäischen Union. (Quelle: Phototek/imago images)

Die EU-Außenminister wollen in einer Videokonferenz beraten, wie sich die EU am besten organisieren kann. Außenminister Maas setzt dabei eindringlich auf ein Mittel, das bei der Bewältigung der Krise helfen soll.

Bundesaußenminister Heiko Maas hat vor einer Video-Konferenz mit seinen EU-Kollegen eindringlich für eine Zusammenarbeit aller EU-Staaten in der Corona-Krise geworben. Allein sei die Krise für einzelne Staaten gar nicht zu bewältigen, sagte Maas am Freitag im ARD-"Morgenmagazin". "Das Virus kennt keine Grenzen." Die EU müsse etwa die Verteilung von Schutzausrüstung und Medikamenten so organisieren, "dass sie allen zugute kommen".

Deutschland sei auch als Exportnation darauf angewiesen, "dass die Situation in anderen Ländern gut ist", hob Maas hervor. "Wir werden helfen, wir müssen helfen, auch aus eigenem Interesse heraus", sagte er mit Blick auf Finanzhilfen für besonders stark von der Krise betroffene EU-Staaten. "Ich bin mir absolut sicher, dass wir dazu in den nächsten Tagen eine Lösung finden werden, die alle mittragen."

Möglichkeiten für Finanzhilfen

Zur Debatte über sogenannte Corona-Bonds sagte Maas, es gebe viele Möglichkeiten für gemeinsame Finanzhilfen. "Man sollte das nicht zu ideologisch diskutieren". Auch über den Euro-Rettungsfonds ESM könnten die finanziellen Folgen der Krise abgefedert werden, "und zwar ohne Folterinstrumente".

Die EU-Außenminister sprechen in ihrer Video-Konferenz auch über die laufenden Rückholaktionen für Urlauber, die wegen der Corona-Krise im Ausland gestrandet sind. EU-Vertreter gehen davon aus, dass sich weiter 250.000 europäische Bürger im Ausland befinden, nachdem in den vergangenen Wochen bereits 350.000 zurückgeholt wurden. Die EU-Kommission hat die Mitgliedstaaten bisher in rund 4.400 Fällen bei Rückholaktionen unterstützt.

Weiteres Thema der Beratungen ist die Unterstützung von Drittländern mit weniger leistungsfähigen Gesundheitssystemen im Kampf gegen die Pandemie. Darüber hinaus wollen die Minister auch ihr Vorgehen gegen Falschinformationen und Propaganda in der Krise abstimmen.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur AFP

Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Ulla Popkentchibo.deOTTOmyToysbonprix.deLIDLBabistadouglas.deXXXLutz

shopping-portal