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Zeuge traute Ernst L├╝bcke-Mord nicht zu

Von dpa
Aktualisiert am 01.09.2020Lesedauer: 3 Min.
Der Hauptangeklagte im L├╝bcke-Prozess, Stephan Ernst, wartet auf den Verhandlungsbeginn.
Der Hauptangeklagte im L├╝bcke-Prozess, Stephan Ernst, wartet auf den Verhandlungsbeginn. (Quelle: Boris Roessler/dpa pool/dpa./dpa)
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Frankfurt/Main (dpa) - Ein Freundschaftsdienst und Fragen zur Tatnacht standen am Dienstag im Mittelpunkt des Prozesses um den Mord an dem Kasseler Regierungspr├Ąsidenten Walter L├╝bcke.

Die Ehefrau des angeklagten mutma├člichen Rechtsterroristen Stephan Ernst gab in ihrer Zeugenaussage an, am Tatabend zwei Autos vor dem Wohnhaus der Familie geh├Ârt zu haben. Gespr├Ąche auf der Stra├če habe sie aber nicht geh├Ârt. Ihr Mann habe vor dem Tod L├╝bckes den wegen Beihilfe angeklagten Markus H. nie erw├Ąhnt, sagte die Zeugin vor dem Staatsschutzsenat des Oberlandesgericht (OLG) Frankfurt. Auch zu seinen Aktivit├Ąten und Bekannten im Sch├╝tzenverein habe er sich nicht ge├Ąu├čert.

Zu politischen Einstellungen ihres Mannes und dem Familienleben wollte sich die Ehefrau nicht ├Ąu├čern. Lediglich zum Kontakt mit einem fr├╝heren Anwalt ihres Mannes machte sie knappe Angaben. Dieser habe sie angerufen und gesagt, sie solle sich keine Sorgen um finanzielle Fragen machen, sagte sie. Die "Kameraden" w├╝rden sich darum k├╝mmern. Die entsprechende Aufnahme auf ihrem Anrufbeantworter existiere aber nicht mehr, sagte sie auf Nachfrage des Gerichts.

In dem Verfahren muss sich der 46 Jahre alte Deutsche Stephan Ernst wegen Mordes verantworten. Er soll den CDU-Politiker L├╝bcke im vergangenen Sommer auf der Terrasse seines Wohnhauses erschossen haben. Markus H., dem zweiten Angeklagten, wirft die Bundesanwaltschaft Beihilfe vor. Er soll Ernst wieder politisch radikalisiert haben. Die Anklage geht davon aus, dass der Mord aus einer rechtsextremistischen Gesinnung heraus begangen wurde.

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W├Ąhrend es nur kurzen Blickkontakt zwischen dem Angeklagten und seiner Frau gab, winkte ihm der zweite Zeuge am Dienstag l├Ąchelnd zu, als er den Gerichtssaal betrat. Der geb├╝rtige Iraner, der ein Arbeitskollege von Ernst war, sagte, dass er Ernst nicht als Mensch mit rechten oder rechtsextremen politischen Ideen erlebt habe. "Unsere Meinung ist eigentlich dieselbe", sagte der 35-j├Ąhrige, der im selben Sch├╝tzenverein wie Ernst war.

Wenige Tage nach der Tat habe Ernst ihn angerufen und um einen Freundschaftsdienst gebeten, sagte der Zeuge. Ernst habe ihm erz├Ąhlt, er habe ein Gesch├Ąft gemacht mit jemandem, der ihm nun ├ärger machen wolle. Sollten Fragen aufkommen, wo sich Ernst an dem betreffenden Abend aufgehalten habe, solle er angeben, zu der Zeit mit ihm unterwegs gewesen zu sein. Nach der Festnahme Ernsts und nachdem er von dem Mord an L├╝bcke erfahren habe, habe er zwar ├╝ber einen Zusammenhang mit der Tat nachgedacht. Er habe sich aber nicht vorstellen k├Ânnen, dass sein Freund jemanden t├Âten k├Ânnte, sagte der Zeuge.

Von Schie├č├╝bungen im Wald und Waffen im Besitz des Angeklagten habe er nichts geh├Ârt. "Er ist genau wie ein Bruder", sagte er ├╝ber die Freundschaft zu Ernst. Der Angeklagte sei "ein ruhiger Mensch, der seine Arbeit macht." Der wegen Beihilfe angeklagte Markus H., den er ebenfalls von der Arbeit kenne, sei "eindeutig der Rechtere".

Vor der Vernehmung der Zeugen stellte einer der Verteidiger von Markus H. einen Befangenheitsantrag gegen die Richter. Er m├╝sse bef├╝rchten, dass das Gericht seinem Mandanten gegen├╝ber nicht unvoreingenommen sei, sagte er. Am vorherigen Verhandlungstag hatte der Vorsitzende Richter Thomas Sagebiel dem Anwalt w├Ąhrend einer Erkl├Ąrung das Wort entzogen, weil er ihm ein vorweggenommenes Pl├Ądoyer vorwarf.

Der Prozess wird am Donnerstag mit weiteren Zeugenvernehmungen fortgesetzt.

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