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Corona-Impfstoff: Biontech gibt Liefergarantie für Impfstoff

Verzögerungen bei Pfizer  

Biontech gibt Liefergarantie für Impfstoff

19.01.2021, 16:19 Uhr | rtr

Corona-Impfstoff: Biontech gibt Liefergarantie für Impfstoff. Sachsen-Anhalt, Irxleben: Fahrer eines Kühllastwagens entladen in einem Logistikzentrum Kisten mit Impfdosen von Biontech/Pfizer.  (Quelle: dpa/Klaus-Dietmar Gabbert)

Sachsen-Anhalt, Irxleben: Fahrer eines Kühllastwagens entladen in einem Logistikzentrum Kisten mit Impfdosen von Biontech/Pfizer. (Quelle: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa)

Der Impfstoffhersteller Biontech musste zuletzt viel Kritik für Lieferverzögerungen einstecken. Nun gibt das Unternehmen bekannt, wann es in die einzelnen Länder liefern wird.

Das Pharmaunternehmen Biontech hat den Ländern eine neue Übersicht über die zu erwartenden Lieferungen mit Corona-Impfstoff bis Mitte Februar geschickt. Nach dem der Nachrichtenagentur Reuters vorliegenden Lieferplan müssen die Länder vor allem in der Woche vom 25. Januar damit rechnen, dass sie gegenüber den ursprünglichen Planungen weniger Impfstoff geliefert bekommen, nämlich 485.550 Dosen statt der ursprünglich geplanten 667.875.

Pfizer hatte vergangene Woche überraschend erklärt, dass es im belgischen Werk die Produktion für eine Kapazitätsausweitung zunächst drosseln müsse. Dagegen stehen in der laufenden Woche nach den Berechnungen von Biontech mit 842.400 Impfdosen 26 Prozent mehr zur Verfügung als ursprünglich geplant.

Allerdings kalkuliert das Unternehmen hier auf der Grundlage, dass aus einer Ampulle nun sechs statt bisher fünf Impfdosen entnommen werden dürfen. Auf dieser Basis ergibt sich für die laufende und die nächste Woche zusammengenommen ein Minus der verfügbaren Impfdosen von einem Prozent. Danach sollen die ausgelieferten Mengen bis Mitte Februar leicht über den vorherigen Berechnungen liegen.

Sechs statt fünf Dosen entnommen

Die europäische Arzneimittelagentur EMA hatte im Januar zugelassen, dass aus einer Ampulle des Biontech-Impfstoffes mit bestimmten Spritzen sechs statt fünf Dosen entnommen werden können. Die Hoffnung einiger Bundesländer, dass dadurch in Deutschland erheblich mehr Impfstoff zur Verfügung steht, bewahrheitet sich aber offenbar nicht. Denn das Unternehmen hat sich in der Vereinbarung zur Lieferung einer gewissen Zahl an Impfdosen, nicht an Ampullen, verpflichtet.

Die thüringische Gesundheitsministerin Heike Werner erklärte, ihr Land müsse bis Mitte Februar mit Lieferkürzungen rechnen. Zudem sagten Ärzte in dem Land, dass sie nur in der Hälfte der Fälle aus Ampullen sechs statt fünf Impfdosen entnehmen könnten. Das Gesundheitsministerium sagte dagegen, es gebe keine Hinweise, dass nicht sechs Dosen aus einer Ampulle gewonnen werden könnten. Könnten wirklich nur fünf Dosen gewonnen werden, ergäbe sich bis 14. Februar ein deutliches Minus bei den Biontech-Lieferungen.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur Reuters

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