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Die Alpen wandern nach Norden

Neue Messung  

Die Alpen wandern nach Norden

15.08.2018, 10:34 Uhr | dpa

Die Alpen wandern nach Norden. Die Frauenkirche steht vor den schneebedeckten Alpen (Archivbild): Auch wenn sie auf den ersten und vielleicht sogar den zweiten und dritten Blick unbeweglich erscheinen – Münchner Forscher konnten nun nachweisen, wie schnell und wohin sich die Alpen bewegen. (Quelle: dpa/Peter Kneffel)

Die Frauenkirche steht vor den schneebedeckten Alpen (Archivbild): Auch wenn sie auf den ersten und vielleicht sogar den zweiten und dritten Blick unbeweglich erscheinen – Münchner Forscher konnten nun nachweisen, wie schnell und wohin sich die Alpen bewegen. (Quelle: Peter Kneffel/dpa)

Wirklich beweglich erscheint die Gebirgskette auf den ersten Blick nicht. Nichtsdestotrotz haben Forscher aus München den Beweis dafür erbracht, dass die Alpen sich eben doch noch bewegen – und sogar höher werden.

Die Alpen driften nach Norden. Im Schnitt wandere das Gebirge im Jahr um einen halben Millimeter nordwärts und hebe sich um 1,8 Millimeter, berichten Forscher der Technischen Universität München (TUM) in der Zeitschrift "Earth System Science Data". Das Team vom Deutschen Geodätischen Forschungsinstitut hatte die Messungen von mehr als 300 GPS-Antennen in den deutschen, österreichischen, slowenischen, italienischen, französischen und schweizerischen Alpen ausgewertet.

Seit zwölf Jahren bestimme jede Station im 15-Sekunden-Takt die Position. "Die Daten sind eine Goldgrube für die Geodäsie, die das Ziel hat, die Oberfläche der Erde genau zu vermessen und Veränderungen zu erkennen", sagte Ko-Autor Florian Seitz. Ein Computermodell veranschauliche nun erstmals flächendeckend die Dynamik des gesamten Alpenraums.

Es zeige großräumige Bewegungsmuster wie auch regionale Besonderheiten: So wandern die Alpen teils mit einer Geschwindigkeit von bis zu 1,3 Millimetern pro Jahr nach Nordosten. In Süd- und Osttirol werde diese Bewegung aber überlagert von einer Rotation in Richtung Osten, zugleich werde das Gebirge dort zusammengedrückt. Auch die Hebung sei nicht überall gleich: Im südlichen Teil der Westalpen ist sie gering. In den Zentralalpen an der Grenze zwischen Österreich, der Schweiz und Italien erreicht sie mit über zwei Millimetern ein Maximum. Die Bewegungen seien die Folge der Gebirgsbildung, die vor 200 Millionen Jahren begonnen habe und bis heute andauere, berichten die Forscher.

Verwendete Quellen:
  • dpa

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