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Nobelpreis für Medizin geht an Neandertaler-Forscher

Von t-online
Aktualisiert am 03.10.2022Lesedauer: 2 Min.
Germany Nobel Prize Medicine
Svante Pääbo mit einem Urzeit-Schädel: Der Schwede wird für seine Forschung zur Evolution des Menschen ausgezeichnet. (Quelle: Frank Vinken/Max-Planck-Gesellschaft/AP/dpa)
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Der Nobelpreisträger für Medizin ist in Stockholm bekannt gegeben worden. In diesem Jahr heißt er Svante Pääbo und kommt aus Schweden.

Der Nobelpreis für Medizin geht in diesem Jahr an den in Leipzig forschenden Schweden Svante Pääbo für seine Erkenntnisse zur menschlichen Evolution. Das teilte das Karolinska-Institut am Montag in Stockholm mit. Pääbo ist Direktor und Wissenschaftliches Mitglied am Max-Planck-Institut für Evolutionäre Anthropologie. Er sequenzierte unter anderem als erster Forscher das Neandertaler-Genom.

Durch die Enthüllung "der genetischen Unterschiede" zwischen heute lebenden Menschen und ausgestorbenen Vorfahren, "haben seine Entdeckungen die Grundlage für die Erforschung dessen geschaffen, was uns Menschen so einzigartig macht", erklärte die Jury.

Schon früh in seiner Karriere war Pääbo fasziniert von dem Gedanken, Genom-Sequenzen des Vorfahren der modernen Menschen zu entschlüsseln. Ab 1990 forschte der gebürtige Schwede an der Universität in München, wo er die Neandertaler-DNA aus Mitochondrien erforschte – kleinen Gebilden innerhalb einer Zelle, die nur den Bruchteil der gesamten Zell-DNA enthalten. Pääbo schaffte es durch seine ausgefeilte Methodik, eine mitochondriale DNA-Frequenz aus einem 40.000 Jahre alten Knochenstück zu sequenzieren. Es war das erste Mal, dass die internationale Forschung Zugang zu einer DNA-Sequenz der menschlichen Vorfahren erhielt.

Aufgrund der Fortschritte in seiner Forschung erhielt Pääbo 1997 die Chance, am neu gegründeten Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig weiterzuforschen. Im Jahr 2010 gelang Pääbo mit seinem Team ein Durchbruch: Er veröffentlichte die erste Genom-Sequenz eines Neandertalers. Auch stellte er fest, dass ein Gentransfer von inzwischen ausgestorbenen Homininen auf den Homo sapiens stattgefunden hat. Dieser habe "heute physiologische Bedeutung, zum Beispiel für die Art und Weise, wie unser Immunsystem auf Krankheiten reagiert", erklärte die Nobelpreis-Jury in Stockholm.

Medizin-Auszeichnung startet Nobelpreiswoche

Die bedeutendste Auszeichnung für Mediziner ist in diesem Jahr mit zehn Millionen schwedischen Kronen (rund 920.000 Euro) dotiert. Seit 1901 haben 224 Menschen den Medizin-Nobelpreis erhalten, darunter 12 Frauen. Der erste ging an den deutschen Bakteriologen Emil Adolf von Behring für die Entdeckung einer Therapie gegen Diphtherie. 1995 erhielt als erste und bislang einzige deutsche Frau Christiane Nüsslein-Volhard diese Auszeichnung.

Im vergangenen Jahr bekamen David Julius (USA) und der im Libanon geborene Forscher Ardem Patapoutian den Preis. Die beiden haben Zellrezeptoren entdeckt, über die Menschen Temperaturen und Berührungen wahrnehmen.

Mit dem Medizin-Preis startete der Nobelpreis-Reigen. Am Dienstag und Mittwoch werden die Träger des Physik- und des Chemie-Preises benannt. Am Donnerstag und Freitag folgen die Bekanntgaben für den Literatur- und den Friedensnobelpreis. Die Reihe endet am folgenden Montag, 11. Oktober, mit dem von der schwedischen Reichsbank gestifteten sogenannten Wirtschafts-Nobelpreis.

Die feierliche Vergabe aller Auszeichnungen findet traditionsgemäß am 10. Dezember statt, dem Todestag des Preisstifters Alfred Nobel.

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Verwendete Quellen
  • nobelprize.org: Press release: "The Nobel Prize in Physiology or Medicine 2022" (Englisch)
  • Nachrichtenagentur dpa
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