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A8: "Sensationsgieriger" Gaffer filmt Unfall vor eigenen Kindern

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Neuer Gaffer-Fall  

Familienvater filmt nach tödlichem Unfall – Kinder sehen zu

18.05.2018, 14:26 Uhr | dpa

A8: "Sensationsgieriger" Gaffer filmt Unfall vor eigenen Kindern. Eine Leuchtschrift warnt vor einer Unfallstelle: Gaffer können mit bis zu 125 Euro bestraft werden. (Archivbild) (Quelle: dpa/Stefan Puchner)

Eine Leuchtschrift warnt vor einer Unfallstelle: Gaffer können mit bis zu 125 Euro bestraft werden. (Archivbild) (Quelle: Stefan Puchner/dpa)

Ein Mann hat nach einem Unfall auf der Autobahn Aufnahmen mit seinem Handy gemacht. Dass seine Kinder mit im Auto saßen, störte den Vater offenbar nicht.

Vor den Augen von Kindern hat ein Vater nach Polizeiangaben das Geschehen nach einem tödlichen Autobahnunfall mit seinem Smartphone gefilmt. Gegen den Mann und neun weitere Gaffer seien Ermittlungsverfahren eingeleitet worden, teilte die Polizei in Ulm am Freitag mit. Sie sollen am vergangenen Samstag an der A8 unweit der Anschlussstelle Ulm-West während der Rettungsarbeiten Filmaufnahmen gemacht und dabei teils für Verkehrsbehinderungen und sogar Beinaheunfälle gesorgt haben.

Bei dem Unfall war ein 66 Jahre alter Mann aus Bayern getötet worden. Er wurde von einem Feuerwehrauto erfasst, nachdem er aus seinem wegen eines Defekts liegengebliebenen Autos ausgestiegen war. Während der Rettungs- und Bergungsarbeiten sei das Verhalten etlicher Gaffer dokumentiert worden, gegen die nun Anzeigen erstattet werde, sagte Polizeisprecherin Claudia Kappeler.

"Eine solche Sensationsgier macht uns sprachlos"

Als erschütternd hätten die Polizisten das Verhalten des Vaters empfunden. Während seine Ehefrau vom Beifahrersitz und drei Kinder von der Rückbank aus zuschauten, habe der am Steuer sitzende Mann das Geschehen gefilmt. "Eine solche Sensationsgier macht uns sprachlos", sagte Kappeler. Immer wieder beklagten Einsatzkräfte, dass Gaffer "mit ihrem Verhalten das Tempo von Rettungseinsätzen drosseln". In der Regel drohe solchen Leuten eine Ordnungsstrafe in Höhe von 125 Euro.

Verwendete Quellen:
  • dpa

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