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Nach Absturz mit 189 Toten: Flugdatenschreiber von indonesischer Maschine geborgen

Nach Absturz mit 189 Toten  

Flugdatenschreiber von indonesischer Maschine geborgen

01.11.2018, 10:45 Uhr | dpa

Nach Absturz mit 189 Toten: Flugdatenschreiber von indonesischer Maschine geborgen. Die Teile der sogenannten Blackbox wurden in etwa 15 Kilometern Entfernung von der Küste aus dem Wasser gezogen.

Die Teile der sogenannten Blackbox wurden in etwa 15 Kilometern Entfernung von der Küste aus dem Wasser gezogen. Foto: Fauzy Chaniago/AP. (Quelle: dpa)

Jakarta (dpa) - Nach tagelanger Suche haben Taucher vor Indonesiens Küste den Flugdatenschreiber der abgestürzten Passagiermaschine geborgen. Das Gerät wurde an der Unglücksstelle nahe der Insel Java aus dem Wasser gezogen.

Die Ermittler erhoffen sich davon Aufschluss, ob die Boeing 737 des Billigfliegers Lion Air am Montag tatsächlich wegen technischer Probleme kurz nach dem Start ins Meer stürzte. Bei dem Unglück kamen alle 189 Insassen ums Leben.

Indonesiens Regierung lässt nun alle Flugzeuge der gleichen Baureihe Boeing 737 MAX 8 überprüfen. Sie verzichtete jedoch darauf, ein vorläufiges Flugverbot für diese Maschinen zu verhängen. Zudem sollen die Sicherheitskonzepte aller Billigflug-Gesellschaften überprüft werden. Der Technik-Chef von Lion Air - Indonesiens größtem Billigflieger - wurde entlassen.

Bei dem geborgenen Gerät handelt es sich nach Angaben von Ermittlern um den sogenannten Flight Data Recorder (FDR), der die Flugdaten aufzeichnet. Nach dem Stimmenrekorder, der die Gespräche im Cockpit mitschneidet, wurde noch gesucht. Die Ermittler sind aber zuversichtlich, auch ihn orten zu können. Das Wrack der erst zweieinhalb Monate alten Maschine liegt etwa 15 Kilometer vor der Küste im Meer, in etwa 30 Meter Tiefe.

Hoffnung, noch Überlebende zu finden, gibt es keine mehr. An Bord waren 181 Passagiere und acht Besatzungsmitglieder. Die Boeing hatte wenige Minuten nach dem Start in der Hauptstadt Jakarta dramatisch an Höhe verloren und war ins Meer gestürzt. Vermutet wird, dass technische Probleme die Ursache dafür waren. Erst am Tag zuvor hatte es in der Unglücksmaschine bei einem anderen Flug Schwierigkeiten mit der Instrumentenanzeige im Cockpit gegeben.

Lion-Air-Chef Edward Sirait bestätigte der Deutschen Presse-Agentur, dass die Computer sowohl zu Flughöhe als auch zur Geschwindigkeit widersprüchliche Angaben machten. Sirait blieb jedoch bei seiner Darstellung, dass die Probleme "über Nacht gelöst" worden seien. "Lassen Sie uns die Untersuchung abwarten", sagte er. Die Ermittlungen führt die indonesische Luftverkehrsaufsicht KNKT.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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