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Prozess in Bielefeld: Physiotherapeut wegen Kindesmissbrauchs vor Gericht

An jungen Mädchen vergangen?  

Physiotherapeut wegen Kindesmissbrauchs vor Gericht

12.09.2019, 07:27 Uhr | dpa

Prozess in Bielefeld: Physiotherapeut wegen Kindesmissbrauchs vor Gericht. In Bielefeld steht ein Physiotherapeut vor Gericht, dem schwerer sexueller Missbrauch von Kindern vorgeworfen wird.

In Bielefeld steht ein Physiotherapeut vor Gericht, dem schwerer sexueller Missbrauch von Kindern vorgeworfen wird. Foto: Julian Stratenschulte. (Quelle: dpa)

Bielefeld (dpa) - Wegen des Verdachts des schweren sexuellen Kindesmissbrauchs in seiner Praxis steht ab heute ein Physiotherapeut vor Gericht.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem 61-Jährigen aus Bad Oeynhausen in Nordrhein-Westfalen vor, seine berufliche Tätigkeit ausgenutzt zu haben, um junge Mädchen sexuell zu missbrauchen. Vor dem Landgericht Bielefeld angeklagt sind unter anderem 37 Fälle schweren sexuellen Missbrauchs.

Neben ihm auf der Anklagebank sitzt seine 62-jährige Frau - wegen Beihilfe zum Kindesmissbrauch. Sie soll bei den Gewalttaten dabei gewesen sein und gegenüber den Opfern gesagt haben, die Übergriffe gehörten zur therapeutischen Behandlung.

Die acht Opfer waren laut Anklage im Tatzeitraum zwischen sechs und zwölf Jahre alt. Die Taten sollen sich zwischen 2010 und 2018 ereignet haben. Daneben wird dem Heilpraktiker vorgeworfen, Kinder schmerzhaft angefasst zu haben sowie mehrere Tausend Bilder und Videos besessen zu haben, die sexuelle Gewalt an Kindern und Jugendlichen zeigen.

Der Fall war im April 2019 bekannt geworden. Wie schon nach Polizeipannen im Missbrauchsfall von Lügde hatte Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul (CDU) auch bei den Ermittlungen in Bad Oeynhausen Polizeifehler eingeräumt. So waren die Ermittlungen nur mit erheblichen Verzögerungen vorangekommen. Erst 16 Monate nach dem ersten Hinweis hatte es beim Heilpraktiker eine Durchsuchung gegeben.

Im Prozess um den hundertfachen Kindesmissbrauch auf einem Campingplatz in Lügde waren vergangene Woche zwei Angeklagte zu langjährigen Haftstrafen und anschließender Sicherungsverwahrung verurteilt worden. Die beiden hatten jahrelang insgesamt 32 Kinder sexuell missbraucht.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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