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Feuer im Zoo Krefeld: Diese Tiere starben in den Flammen

Feuer im Krefelder Affenhaus  

Diese Tiere starben in den Flammen

02.01.2020, 14:48 Uhr | II, watson, dpa , msc

Nach Brand-Drama: Trauer um Affen aus Krefelder Zoo

Nach dem Brand in der Silvesternacht bleibt der Krefelder Zoo weiterhin geschlossen. Über 30 Tiere starben, darunter viele Menschenaffen. Die Anteilnahme vor Ort ist groß. (Quelle: dpa)

Nach Brand-Drama: Vor dem Krefelder Zoo nehmen zahlreiche Menschen Anteil am Tod der Affen. (Quelle: dpa)


Der verheerende Brand im Affenhaus im Krefelder Zoo hat mehr als 30 Tiere das Leben gekostet. Welche Tiere sind unter den Opfern?

Foto-Serie mit 5 Bildern

Das Drama in der Neujahrsnacht schockiert Mitarbeiter, Zoobesucher und Tierfreunde. Wie die Menschen vor Ort trauern und wie das Gehege nach dem Brand aktuell aussieht, sehen Sie oben im Video. Auch die Betreiber des Zoos sind entsetzt. Es sei ein unersetzlicher Verlust, auch für die Erhaltungsprogramme, sagte der Direktor des Kölner Zoos, Theo Pagel, wie der "Kölner Stadt-Anzeiger" online berichtete. Die Polizei ermittelt wegen fahrlässiger Brandstiftung. Bereits am Neujahrstag meldeten sich mehrere Verdächtige.

Das sind die Opfer des Feuers in Krefeld

In dem Gehege lebten Orang-Utans, Schimpansen, Gorillas und Krallenaffen. Auch Vögel waren hier untergebracht.

In den Flammen starb Silberrücken Massa, er war mit 48 einer der ältesten Zoo-Gorillas der Welt. Auch Bomba, seine "Lebensgefährtin", konnte dem Feuer nicht entkommen.

Das 46 Jahre alte Flachland-Gorillamännchen "Silberrücken Massa" sitzt am 22.09.2017 in seinem Gehege im Affentropenhaus im Zoo in Krefeld (Nordrhein-Westfalen) . Auch er starb in der Silvesternacht im Brand des Affenhauses. (Quelle: dpa/Horst Ossinger)Das 46 Jahre alte Flachland-Gorillamännchen "Silberrücken Massa" am 22.09.2017 in seinem Gehege im Affentropenhaus im Zoo in Krefeld (Nordrhein-Westfalen) . Auch er starb in der Silvesternacht im Brand des Affenhauses. (Quelle: dpa/Horst Ossinger)

Die Borneo-Orang-Utans kamen ebenfalls ums Leben. Bei dem Feuer starben Weibchen Lea mit ihrem Baby "Suria".

Krefeld: Das Orang-Utan Baby «Suria» klammert sich im Zoo in Krefeld (Nordrhein-Westfalen) an seine Mutter «Lea». Beide Tiere starben beim Brand in der Neujahrsnacht. (Quelle: dpa/Roland Weihrauch)Krefeld: Das Orang-Utan Baby «Suria» klammert sich im Zoo in Krefeld (Nordrhein-Westfalen) an seine Mutter «Lea». Beide Tiere starben beim Brand in der Neujahrsnacht. (Quelle: Roland Weihrauch/dpa)

Ebenfalls tot ist nun Scharly, der dienstälteste Schimpanse im Krefelder Zoo. Er sorgte einmal für Schlagzeilen, weil er Besucher mit Kot bewarf.

Das Schimpansen-Männchen Scharly schlürft am 03.07.2015 in seinem Gehege im Zoo in Krefeld (Nordrhein-Westfalen) "Affeneis" aus eingefrorenem Multivitaminsaft. (Quelle: dpa/Horst Ossinger)Das Schimpansen-Männchen Scharly schlürft am 03.07.2015 in seinem Gehege im Zoo in Krefeld (Nordrhein-Westfalen) "Affeneis" aus eingefrorenem Multivitaminsaft. (Quelle: Horst Ossinger/dpa)

Neben den Menschenaffen starben auch drei goldene Löwenäffchen, zwei Silberäffchen und sechs Zwergseidenäffchen, berichtet der Kölner "Express", und ihre Tochter.

Auch die Löwenäffchen aus dem Krefelder Bestand kamen in der Feuersbrunst ums Leben. (Quelle: Augenblick/Rauchensteiner)Auch die Löwenäffchen aus dem Krefelder Bestand kamen in der Feuersbrunst ums Leben. (Quelle: Augenblick/Rauchensteiner)

Außerdem waren unter den umgekommenen Tieren auch Flughunde und Vögel.

Zwei Schimpansen konnten sich retten

"Es grenzt an ein Wunder: Zwei Schimpansen haben diesen Feuermoloch überlebt", sagte Zoodirektor Dreßen. Dabei handele es sich um das ältere Weibchen Bally und das junge Männchen Limbo. Beide hätten lediglich leichte Brandverletzungen erlitten und seien in einem bislang ungenutzten Gehege im Gorillagarten untergebracht worden, der an das Affenhaus angrenzt.

Für Bally und Limbo bedeute der Vorfall "ein extremes Trauma", sagte Dreßen. Auch die im Gorillagarten lebenden Tiere seien "stark beeinträchtigt" worden. Derzeit verhielten sie sich aber unauffällig.

Auslöser für das Feuer waren vermutlich Himmelslaternen. Zeugen hätten ausgesagt, dass sie in der Silvesternacht solche in NRW seit 2009 verbotenen Laternen am Himmel im Umfeld des Zoos gesehen hätten, sagte Gerd Hoppmann von der Krefelder Kriminalpolizei bei einer Pressekonferenz. Die Ermittler hätten außerdem in der Nähe drei solche Himmelslaternen am Boden gefunden.

Dieser Artikel entstand in Zusammenarbeit mit dem Nachrichten-Portal watson.de

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