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Coronavirus: Infizierter feierte in berühmtem Berliner Techno-Club "Kater Blau"

Coronavirus-Pandemie  

Infizierter feierte in berühmtem Berliner Techno-Club

15.03.2020, 15:51 Uhr | dpa, jmt

Coronavirus: Berliner Clubszene von Schließungen stark getroffen

Die Schließung von Clubs und Bars in Berlin versetzt Betreibern, Agenturen und Künstlern einen Schlag. So manchen könnte das Coronavirus die Existenz kosten. (Quelle: Reuters)

Tränen bei Besitzer einer Berliner Lokalität: Wegen des Coronavirus müssen zahlreiche Bars und Clubs schließen, Betreiber und Künstler geraten in Existenznot. (Quelle: Reuters)


Ein am Coronavirus Erkrankter hat in einem der bekanntesten Berliner Clubs ausgiebig gefeiert. Nun appellieren Stadt und Club an die Gäste. Offenbar werden Infektionen befürchtet.

Das Gesundheitsamt Friedrichshain-Kreuzberg hat einen bestätigten Coronavirus-Fall gemeldet, der auf einen Besucher des Clubs "Kater Blau" zurückgeht. Menschen, die am 6. und 7. März in dem Club waren, sollten daher "bitte zuhause" bleiben, teilte das Amt an diesem Sonntag mit. "Bitte informieren Sie zudem das Gesundheitsamt Friedrichshain-Kreuzberg via Mail: coronakontakt@ba-fk.berlin.de", hieß es weiter. Betroffene sollten dem Amt dabei auch ihre Wohnadresse melden, damit die Infos an die Amtsärzte im jeweiligen Bezirk weitergegeben werden könnten. 

Kater Blau: "Wir wünschen Euch allen viel Kraft"

Der Club bestätigte die Informationen auf seiner Internet-Seite: Der Gast habe sich nach eigenen Angaben zwischen Samstag, 7. März, um etwa 4 Uhr morgens bis zum Abend um etwa 21 Uhr dort aufgehalten. Im Laufe der Woche sei er dann positiv auf Covid-19 getestet worden. "Wir wünschen Euch allen viel Kraft, diese Krise zu überstehen. Das, was wir gerade erleben, hätte wohl kaum jemand für möglich gehalten", hieß es auf der Internetseite.

Der Berliner Senat hatte am Freitag angekündigt, ab dem kommenden Dienstag müssten alle Kneipen und Clubs schließen. Am Samstag verschärfte die Stadt dann das Verbot und erließ einen sofortigen Stopp aller Veranstaltungen mit mehr als 50 Personen. Davon betroffen sind auch Clubs und Bars. Fast alle bekannten Clubs hatten allerdings schon am Freitagabend nicht mehr geöffnet.

Zu den bereits geschlossenen Clubs gehörten auch das nun betroffene "Kater Blau" sowie das "Kitkat" und der "Tresor" in Mitte, das "Sisyphos" in Lichtenberg, die "Wilde Renate" und das "Suicide" in Friedrichshain sowie das "Watergate" und "Ritter Butzke" in Kreuzberg. Bisher hatten die Behörden mehrfach den "Club Trompete" in Tiergarten im Zusammenhang mit Coronavirus-Infektionen genannt. Nach einem positiven Test bei einem Gast seien 16 weitere Infektionen bei Besuchern entdeckt worden, hatte es noch zu Wochenbeginn geheißen – und dass die Zahl weiter steigen könne.

Nun steht offenbar bereits etwa ein Sechstel der erfassten Berliner Coronavirus-Infektionen mit Club-Besuchen in Verbindung. "Von 263 bestätigten Fällen in Berlin sind 42 auf einen Club zurückzuführen", erklärte Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) am Samstagabend bei Twitter. Deshalb habe sie mit den Amtsärzten der Stadt die Schließung der Clubs und das Verbot von Veranstaltungen erwirkt. "Es ist einfach nicht die Zeit für Partys." 

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