Sie sind hier: Home > Politik > Corona-Krise >

Corona-Krise in den USA: Bewaffnete Demonstranten stören Abstimmung

Im Kapitol von Michigan  

Bewaffnete US-Milizen stören Corona-Abstimmung

01.05.2020, 12:24 Uhr | sje, t-online

Bewaffnete Demonstranten wehren sich gegen Kontaktverbot

Im US-Bundesstaat Michigan haben Hunderte gegen die Verlängerung des Kontaktverbotes im Rahmen der Coronavirus-Pandemie demonstriert. Einige der Demonstranten waren schwer bewaffnet. (Quelle: t-online.de)

Heikle Szenen in Michigan: Bewaffnete Demonstranten wehren sich gegen verlängertes Kontaktverbot. (Quelle: t-online.de)


Der US-Bundesstaat Michigan ist von der Corona-Pandemie besonders betroffen. Dennoch regt sich dort Widerstand gegen die Lockdown-Maßnahmen. Am Donnerstag kam es zu bewaffneten Protesten.

Im US-Bundesstaat Michigan haben sich am Donnerstag Hunderte teils bewaffnete Demonstranten vor dem Sitz von Regierung und Parlament in der Hauptstadt Lansing versammelt. Darüber berichteten mehrere US-Medien und die britische Zeitung "The Guardian". Die Demonstranten protestierten gegen den geltenden Notstand zur Eindämmung des Coronavirus und das Vorhaben der Gouverneurin Gretchen Whitmer, diesen zu verlängern.    

Bewaffneter Protest im Regierungsgebäude

Die Polizei erlaubte es einem Teil der Demonstranten, das Gebäude zu betreten. Während die Beamten gegenüber CNN von friedlichen Protesten sprachen, berichteten Politiker aus dem Regierungssitz, dass Waffen auf sie gerichtet wurden.

Die Protestierenden, zu denen auch Mitglieder der Milizbewegung gehörten, hätten regierungsfeindliche Parolen gerufen. Unter anderem sei Gouverneurin Whitmer mit Hitler verglichen worden, so der "Guardian". Außerdem hätten sie sich nicht an die geltenden Regelungen zur Eindämmung des Virus gehalten. 

Nach Polizeiangaben wurde dennoch nur eine Person vor dem Gebäude verhaftet. Das offene Tragen von Waffen – auch im Regierungsgebäude – ist in Michigan legal.

Demonstranten fordern Ende der Corona-Maßnahmen

Jeder US-Bürger habe das "Recht zu arbeiten, um seine Familie zu unterstützen, frei zu reisen, sich zu religiösen Gottesdiensten und anderen Zwecken zu versammeln, sich aus Protest gegen unsere Regierung zu versammeln und über die eigene medizinische Versorgung zu bestimmen", schrieb die Protestgruppe "Michigan United for Liberty" im Onlinedienst Facebook, die zu der Demonstration aufgerufen hatte.

Trotz der Proteste verlängerte Gouverneurin Whitmer den Notstand in ihrem Bundesstaat. Dieser wäre anderenfalls am Donnerstag ausgelaufen. Die republikanische Mehrheit im Parlament hatte zuvor gegen einen Ausbau ihrer Befugnisse gestimmt. Whitmer, die den Demokraten angehört, setzte sich darüber jedoch hinweg – sie wolle nicht noch mehr Leben in Gefahr bringen, indem sie die Maßnahmen zu früh beende, sagte sie in einem Statement. Michigan ist von der Corona-Pandemie im Vergleich mit den anderen US-Bundesstaaten am drittschlimmsten betroffen.

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Madeleinetchibo.deOTTOWeltbildbonprix.deLIDLBabistadouglas.deKlingel

shopping-portal

Hinweis:

Der Internet Explorer wird nicht länger von t-online unterstützt!

Um sicherer und schneller zu surfen, wechseln Sie jetzt auf einen aktuellen Browser.

Wir empfehlen unseren kostenlosen t-online-Browser: