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Nach Hurrikan "Iota": Inzwischen 49 Tote in Lateinamerika

Von dpa
Aktualisiert am 20.11.2020Lesedauer: 2 Min.
Menschen stehen auf einer Br├╝cke und beobachten wie der Fluss Chamalecon in Honduras ├╝ber die Ufer tritt.
Menschen stehen auf einer Br├╝cke und beobachten wie der Fluss Chamalecon in Honduras ├╝ber die Ufer tritt. (Quelle: Seth Sidney Berry/SOPA Images via ZUMA Wire/dpa./dpa)
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Managua/Tegucigalpa (dpa) - Nach dem Durchzug des schweren Sturms "Iota" ist die Zahl der dabei ums Leben gekommenen Menschen in Mittelamerika und Kolumbien auf 49 gestiegen.

In Nicaragua wurden nach Angaben der Beh├Ârden 21 Todesopfer gez├Ąhlt, im Nachbarland Honduras waren es 16. Zw├Âlf weitere Opfer wurden in Guatemala, Panama, Kolumbien und El Salvador gez├Ąhlt. Am Donnerstag, nachdem sich der einstige Hurrikan bereits aufgel├Âst hatte, blieb die Lage gef├Ąhrlich: In Honduras wurden wegen hoher Flusspegel noch immer Gebiete evakuiert.

Die B├Âden waren vielerorts mit Wasser ges├Ąttigt, weil zwei Wochen vor "Iota" bereits der Hurrikan "Eta" ├╝ber die Region hinweggefegt war. Das f├╝hrte zu Erdrutschen, zudem standen in mehreren L├Ąndern gro├če Gebiete unter hohem Wasser. Helfer versuchten, mehrere Ortschaften zu erreichen, die von der Au├čenwelt abgeschnitten waren und in denen es an Lebensmitteln und Trinkwasser fehlte, wie ein Sprecher der honduranischen Zivilschutzbeh├Ârde dem Radiosender HRN sagte.

"Iota" war am Montag als Hurrikan der Kategorie vier - mit Windgeschwindigkeiten von 250 Kilometern pro Stunde nur knapp unter der Grenze eines Sturms der h├Âchsten Stufe - in Nicaragua auf Land getroffen. Er zog weiter ├╝ber Honduras und schw├Ąchte sich immer mehr ab. Dennoch verursachte das Unwetter ├ťberschwemmungen und besch├Ądigte die bereits angeschlagene Infrastruktur.

"Eta" hatte am 3. November als Hurrikan der Stufe vier ebenfalls in Nicaragua Land erreicht. Mindestens 174 Menschen starben, 74 davon in Honduras und 46 in Guatemala. Knapp 100 Bewohner eines Dorfes in Guatemala, das versch├╝ttet wurde, galten noch als vermisst. Tausende Familien verloren ihr Zuhause, 1,5 Millionen Menschen brauchten nach Angaben des Kinderhilfswerks World Vision schon vor Ankunft von "Iota" dringend humanit├Ąre Hilfe.

"Iota" war der 30. Sturm in diesem Jahr, der stark genug war, um einen Namen zu bekommen - der bisherige Rekord lag im Jahr 2005 bei 28. In der diesj├Ąhrigen Hurrikansaison im Atlantik, die von Juni bis November dauert, haben sich so viele starke St├╝rme gebildet, dass die 21 daf├╝r vorgesehenen Namen l├Ąngst aufgebraucht wurden. Die Meteorologen griffen deshalb erstmals seit 15 Jahren auf das griechische Alphabet zur├╝ck. Die zunehmende Intensit├Ąt tropischer Wirbelst├╝rme ist laut Experten eine Folge des Klimawandels.

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