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RKI: Corona-Mutanten in fast 95 Prozent aller getesteter Proben

Von dpa, t-online
Aktualisiert am 21.04.2021Lesedauer: 2 Min.
Eine Frau wird auf das Coronavirus getestet: Mutanten haben das ursprüngliche Virus fast vollständig verdrängt.
Eine Frau wird auf das Coronavirus getestet: Mutanten haben das ursprüngliche Virus fast vollständig verdrängt. (Quelle: Joerg Niebergall/imago-images-bilder)
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Weltweit gibt es mittlerweile verschiedene Corona-Mutanten. Diese sind meist ansteckender als das ursprüngliche Virus. Jetzt hat das RKI die Verbreitung der Varianten in Deutschland untersucht.

Der Anteil von Coronavirus-Varianten, die als besorgniserregend eingestuft sind, ist in untersuchten Proben aus Deutschland laut Robert Koch-Institut (RKI) auf knapp 95 Prozent gestiegen.

Diese Entwicklung geht ausschließlich auf die ansteckendere, Ende 2020 in Großbritannien entdeckte Variante B.1.1.7 zurück, wie RKI-Wissenschaftler in einem Bericht schreiben. Es sei wegen dieses hohen Anteils insgesamt nicht damit zu rechnen, dass sich der Anstieg der Sieben-Tage-Inzidenz abschwäche.

Südafrikanische Variante ist selten

Bei einer Erhebung eines Laborverbundes sei ein Anteil der Mutante B.1.1.7 von etwa 93 Prozent erfasst worden, hieß es. Die Angabe bezieht sich auf mehr als 54.000 Proben aus dem Zeitraum vom 12. bis 18. April. Eine schnelle Veränderung der Dominanz dieser Variante sei "nach aktuellen Kenntnissen nicht zu erwarten", bilanziert das RKI.

Weitere als besorgniserregend eingestufte Varianten bleiben dem Bericht zufolge hierzulande selten: Es sei "keine starke Ausbreitung" der in Südafrika entdeckten Variante B.1.351 zu beobachten, hieß es. "Die Variante P.1 wurde bisher nur vereinzelt in Deutschland nachgewiesen." P.1 grassiert in Brasilien und ähnelt der südafrikanischen Variante. Bei B.1.351 weisen laut RKI mehrere Studien darauf hin, dass Genesene und Geimpfte weniger gut vor einer Infektion geschützt sind.

Nur ein Bruchteil der Proben wird auf Varianten getestet

"Alle Impfstoffe, die aktuell in Deutschland zur Verfügung stehen, schützen nach derzeitigen Erkenntnissen jedoch sehr gut vor einer Erkrankung durch B.1.1.7 und sie schützen auch vor schweren Erkrankungen durch die anderen Varianten", betont das RKI auf seiner Webseite.

Das RKI berichtet zudem von der indischen Variante B.1.617, die bei der Weltgesundheitsorganisation (WHO) unter Beobachtung steht und bisher nicht als besorgniserregend eingestuft ist. "Diese Variante wurde zuerst im indischen Bundesstaat Maharashtra gefunden und verbreitet sich dort stark", erläutern die Autoren.

Sie zirkuliere auch in anderen indischen Bundesstaaten und sei in Großbritannien und Deutschland vereinzelt gefunden worden. Für Deutschland werden 21 Nachweise genannt. Es wird hierzulande nur ein Bruchteil der Proben auf Varianten getestet.

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Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
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