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Zugunglück in Pakistan: Zahl der Toten steigt auf mehr als 60

Von dpa
Aktualisiert am 08.06.2021Lesedauer: 2 Min.
Aufnahmen der Unglücksstelle: Bei diesem schweren Zugunglück sind mindestens 30 Menschen gestorben. (Quelle: Reuters)
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Ein schweres Zugunglück hat Pakistan

Nach dem Zugunglück im Süden Pakistans ist die Zahl der Toten auf mindestens 62 gestiegen. Mindestens 150 Menschen seien verletzt worden, sagte ein lokaler Behördenvertreter am Dienstag. Am Montag war in der Provinz Sindh in der Stadt Ghotki ein Zug entgleist und auf Gleisen daneben zum Liegen gekommen. Kurz darauf rammte ein anderer Passagierzug diesen.

Es werde befürchtet, dass die Zahl der Todesopfer weiter steigen könnte. Mehrere Opfer befänden sich noch in kritischem Zustand, sagte der Behördenvertreter. Zur Unglücksursache gab es zunächst keine Angaben.

Pakistanische Armee ist vor Ort

Beide Gleise wurden nach dem Unfall gesperrt. Rettungskräfte versuchten am Montag, die noch eingeschlossenen Passagiere zu befreien.

Wie Helfer an der Unglücksstelle nach Vermissten suchten, sehen Sie oben im Video oder hier.

Lokale Medien berichteten, es habe einige Stunden gedauert, bis Rettungskräfte die Unglücksstelle erreichten. Die pakistanische Armee hatte Truppen entsandt, zwei Hubschrauber, Ärzte und Sanitäter, um die Rettungs- und Hilfsmaßnahmen zu unterstützen, wie das Militär mitteilte.

Veraltete Gleise und Bombenanschläge

Der pakistanische Premierminister Imran Khan sagte unmittelbar nach dem Unglück, er sei "schockiert". Er habe Untersuchungen zur Sicherheit der Eisenbahnen angeordnet. Dem Informationsminister Fawad Hussain zufolge sind Untersuchungen im Gange, um herauszufinden, ob es sich bei der Unfallursache um einen "terroristischen Akt" oder um menschliches oder technisches Versagen handelte.

Tödliche Zugunfälle sind in Pakistan keine Seltenheit. Die Gleise wurden vor rund einem Jahrhundert noch unter britischer Kolonialherrschaft verlegt und seither kaum erneuert. Abgesehen von veralteten Gleisen waren in der Vergangenheit Bombenanschläge durch Islamisten und Separatisten sowie generell schwache Sicherheitsmaßnahmen Ursachen für Hunderte von Todesopfern bei Zugunfällen in dem südasiatischen Land.

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