Sie sind hier: Home > Politik > Corona-Krise >

Produktionspanne: USA müssen offenbar 60 Millionen Impfdosen vernichten

Nach Panne bei Produktion  

USA müssen wohl 60 Millionen Impfdosen vernichten

12.06.2021, 07:00 Uhr | dpa

Produktionspanne: USA müssen offenbar 60 Millionen Impfdosen vernichten. Impfdosen des Mittels "Janssen" des Herstellers Johnson & Johnson: In die USA sind offenbar Millionen Dosen des Herstellers unbrauchbar (Archivfoto). (Quelle: imago images)

Impfdosen des Mittels "Janssen" des Herstellers Johnson & Johnson: In die USA sind offenbar Millionen Dosen des Herstellers unbrauchbar (Archivfoto). (Quelle: imago images)

Das ging wohl schief: Nach einem Herstellerwechsel in einer Impfstofffabrik in Baltimore ist es zu Produktionsfehlern gekommen. Ein Großteil der Impfdosen von Johnson & Johnson sind offenbar unbrauchbar.

Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat den in einer umstrittenen Produktionsstätte in Baltimore hergestellten Coronavirus-Impfstoff des US-Unternehmens Johnson & Johnson zunächst nur teilweise freigegeben. Zwei Ladungen könnten mit angepassten Regelungen in den USA zum Einsatz kommen oder exportiert werden, teilte die FDA am Freitag mit. "Mehrere andere Ladungen" seien dagegen unter anderem wegen möglicher Verunreinigung nicht mehr benutzbar, weitere Ladungen würden noch untersucht.

Um wie viele Ladungen es sich dabei insgesamt genau handelt und wie viele Impfdosen jede Ladung enthält, teilte die FDA zunächst nicht mit. US-Medien berichteten, dass rund zehn Millionen Impfdosen freigegeben wurden und rund 60 Millionen entsorgt werden müssten.

Wechsel der Hersteller wohl Ursache

Die Fabrik in der Ostküstenmetropole Baltimore war zuvor von Astrazeneca an den Konkurrenten Johnson & Johnson gegangen. Medienberichten zufolge hatte die US-Regierung Johnson & Johnson in einem ungewöhnlichen Schritt in die Verantwortung gedrängt, nachdem wegen eines Produktionsfehlers an dem Standort Millionen Impfdosen entsorgt werden mussten. Auslöser war den Berichten zufolge, dass Inhaltsstoffe der beiden Impfstoffe vermischt worden waren.

Bei einer Überprüfung der vom US-Biopharma-Unternehmen Emergent Biosolutions betriebenen Produktionsstätte hatte die FDA zahlreiche Mängel entdeckt. Derzeit pausiert die Produktion. Die Fabrik sei noch nicht wieder freigegeben, hieß es am Freitag von der FDA.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Weltbild.detchibo.deOTTODeichmannbonprix.deLIDLBabistadouglas.deamazon.de

shopping-portal