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Tausende nicht geimpfte Pflegekräfte in Frankreich suspendiert

Zahlreiche Kündigungen  

Tausende nicht geimpfte Pflegekräfte in Frankreich suspendiert

22.09.2021, 12:41 Uhr | AFP

. Pflegerinnen ziehen Impfspritzen auf: Seit dieser Woche gilt in Frankreich die Impfpflicht für bestimmte Berufe. (Quelle: imago images/IP3press)

Pflegerinnen ziehen Impfspritzen auf: Seit dieser Woche gilt in Frankreich die Impfpflicht für bestimmte Berufe. (Quelle: IP3press/imago images)

Mehr als 2,7 Millionen Franzosen sind von der neuen Impfpflicht betroffen. Einige Tausend wurden nun vom Dienst freigestellt – andere kündigten. 

Einen Tag nach Inkrafttreten der Corona-Impfpflicht für Pflege- und Rettungskräfte sind in Frankreich etwa 3.000 Nicht-Geimpfte vom Dienst frei gestellt worden. Mehrere Dutzend Mitarbeiter hätten zudem gekündigt, sagte Gesundheitsminister Olivier Véran am Donnerstag dem Sender RTL. "Viele wollen sich aber jetzt impfen lassen, da sie merken, dass die Impfpflicht tatsächlich besteht", erklärte er. Einschränkungen für Patienten seien nicht zu befürchten.

Insgesamt seien 2,7 Millionen Menschen von der Impfpflicht betroffen, sagte Véran. Dazu zählen etwa das Personal von Krankenhäusern, Pflegeheimen und Feuerwehrleute. Sie müssen seit Mittwoch mindestens einmal und von Mitte Oktober an doppelt gegen das Coronavirus geimpft sein. Anderenfalls wird ihr Vertrag suspendiert, die Gehaltszahlung bleibt aus.

Nach Informationen der Nachrichtenagentur AFP könnten die Zahlen tatsächlich höher liegen als von Véran genannt. Allein in etwa 15 öffentlichen Krankenhäusern seien bereits 1.500 Mitarbeiter vom Dienst freigestellt worden.

Corona-Lage hat sich deutlich verbessert

Die derzeit Betroffenen seien vor allem im unterstützenden Service tätig, es gebe nur sehr wenig medizinisches Personal unter den Nicht-Geimpften, sagte der Minister. Mit Blick auf die Pandemie gebe es zudem gute Nachrichten. Die Situation habe sich wegen der massiven Impfungen und des Respekts der Abstandsregeln "deutlich verbessert". Derzeit gebe es im Schnitt etwa 10.000 neue Fälle am Tag, 30 Prozent weniger als in der Vorwoche, sagte Véran. Auch die Zahl der Intensivpatienten sinke.

Derzeit sind etwa 74 Prozent aller Franzosen mindestens einmal geimpft, 70 Prozent haben zwei Dosen erhalten. Das Impftempo hat allerdings ebenso wie in Deutschland zuletzt erheblich nachgelassen. Derzeit erhalten nur knapp 63.000 Menschen täglich ihre erste Impfdosis, zu Spitzenzeiten waren es mehr als 400.000 am Tag.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur AFP

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