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Die Pferde-Wurmkur bezahlt oft sogar die Krankenkasse

Von t-online, dpa, mk

Aktualisiert am 17.01.2022Lesedauer: 2 Min.
Demo von Impfgegnern in Boston: Einige Verschwörungsgläubige setzen auf das Tierentwurmungsmittel Ivermectin statt auf die zugelassenen Vakzine.
Demo von Impfgegnern in Boston: Einige Verschwörungsgläubige setzen auf das Tierentwurmungsmittel Ivermectin statt auf die zugelassenen Vakzine. (Quelle: AFLO/imago-images-bilder)
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Belege für die Wirksamkeit von Ivermectin gegen Covid-19 gibt es nicht, doch Impfgegner schwören auf das Mittel zur Pferdeentwurmung. In den USA zahlen sogar Krankenkassen für die gefährliche Selbstmedikation.

Impfgegner und Verschwörungsgläubige in aller Welt sind begeistert von Ivermectin. Das Pferdeentwurmungsmittel soll gegen eine Corona-Infektion und schwere Covid-Verläufe helfen, heißt es in einschlägigen Foren. Dabei sollte das Mittel bei Menschen höchstens gegen bestimmte Fadenwürmer und Krätzemilben eingesetzt werden – und kann bei falscher Dosierung hochgiftig sein.

Das hindert viele Krankenkassen in den USA allerdings nicht daran, die gefährlichen Selbstversuche mancher Versicherter auch noch zu bezahlen. Auf das Jahr 2021 hochgerechnet haben die US-Krankenkassen ihren Versicherten umgerechnet 114 Millionen Euro für Ivermectin erstattet, wie Forscher der Universität Michigan jetzt zeigen. Die tatsächlichen Kosten dürften demnach noch höher liegen, weil die Forscher nicht auf die Daten des staatlichen Versicherungssystems Medicaid zugreifen konnten.

Ivermectin-Pillen, wie sie in den USA verkauft werden: "Manche Leute werden so erst ermutigt, sich mit Ivermectin selbst zu behandeln."
Ivermectin-Pillen, wie sie in den USA verkauft werden: "Manche Leute werden so erst ermutigt, sich mit Ivermectin selbst zu behandeln." (Quelle: Soumyabrata Roy/imago-images-bilder)

Ivermectin-Boom in den USA

"Die Studie zeigt, dass die Krankenkassen Ivermectin-Verschreibungen stark subventionieren, obwohl die Wissenschaft davon ausgeht, dass Versicherer kein Geld für wirkungslose Therapien ausgeben sollten", schreibt das Forschungsteam im Fachmagazin "JAMA". "Manche Leute werden so erst ermutigt, sich mit Ivermectin selbst zu behandeln, anstatt auf geprüfte Medikamente oder die Impfung zu setzen." Das dürfte die Pandemiekosten der Versicherer insgesamt in die Höhe treiben, so das Fazit.

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Seinen Höhepunkt erreicht der Ivermectin-Boom in den USA wohl Ende August, als die US-Gesundheitsbehörde CDC immer mehr Anrufe bei Giftnotrufzentralen nach der Einnahme von Ivermectin registrierte. Der Behörde zufolge stieg die Zahl der Verschreibungen in US-Apotheken von im Schnitt 3.900 pro Woche vor Beginn der Pandemie auf knapp 90.000 Mitte August an. Auch in Österreich, wo Politiker der rechtsextremen FPÖ das Mittel anpriesen, berichteten Apotheken im Sommer von einem Run auf Ivermectin.

Bei Menschen ist Ivermectin zur Behandlung parasitärer Würmer oder Hautkrankheiten wie Rosazea zugelassen. Die Dosierung ist dabei deutlich geringer als bei Pferden. Laut Beipackzettel kann das Mittel Lebererkrankungen, Blut im Urin, Übelkeit, Erbrechen, Zittern, Atembeschwerden, Hodenschmerzen, Gleichgewichtsstörungen oder Krampfanfälle hervorrufen.

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